2l6 Von den Bergwerken ^
§. 2. Die allerältesten Bergwercke sind wohl dieKupf-fer- und Eisen-Bergwercke, als welche schon vor der Sünd-fiuth gewesen, und von Thubalcain dem Meister im Giessenoder Poliren alles Ertz-und Eisenwercks erfunden worden,Gen. 4, 22. darauf sind erfolget die Gold-und Silber-Bergwcrcke, z. E. in Ophir und Hevila, d. i. in Indienund Arabien, Gen. 2, n. 12. Job 28, 1-19. so hatte auchdas gelobte Land vortrefliche Bergwercke, Deut. 8, 9. in-sonderheit die Landschaft des Stammes Ässer, c. zz, 25. wiedenn einige den Ort 2 Sam. 12, zi. erklären von den Metall-Gruben, und Schmeltz-Hütten, in welchen David die ge-fangenen Ammoniter habe arbeiten lassen f. Wie sehr be-rühmt auch die Spanischen Bergwercke gewesen, ist zu se-hen, i Macc. 8, zi. und ist von dannen über Tharschischoder Tartesus grosser Metall-Handel nach Tyruö getriebenworden, Ezech. 27, 12. Heute zu Tage sind die berühm-testen Bergwercke in der gantzen Welt, die zu Potosi inSüd-America, die Ungarischen, die auf dem Hartz in Nie-der-Sachsen, die in dem Meißnischen Ertzgebirge, und dieEisen-und Kupffer-Bergwercke in Schweden, Moscaurc.
§. z. Die Metalle sind zugleich mit der Erde und denBergen schon im Anfange von Gott erschaffen worden,und sind auch sein eigen, Hagg. 2, 9. Ioel z, 5. Er hat nachseiner Weisheit und Güte die Metall-Adern in die Felsen undErde gesetzet und verborgen; wie auch dem Menschen Ver-stand und Klugheit verliehen, selbige aus der Erde herauszu suchen, Job 28,1.2. z sq. ja noch ietzo giebet er sie, wel-chem Lande, und welchen Menschen er will, Hos. 2, 8.Deut. 8, 9. iz. und zwar zu vielfältigen Nutzen und Ge-brauch im menschlichen Leben; in der Wirthschaft undHauS-Wesen; im Handel und Wandel; bey der Kleidung; zumBauen; in der Kunst bey allen Werkstätten; im Kriege;ja in der Medicin, weil man daraus Artzeney wider die
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