Druckschrift 
Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
Entstehung
Seite
175
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Vom Meer. 175

beym Hiob, c. z8,8-n. gar schön beschreibet) aus denen Ein-geweiden/ oder auch aus denen Löchlein der Erde, als es da-von abgesondert worden, heraus, als wenn es aus Mutter-Leibe"yeraus kommen wäre, und ward gesämmlet aneinen Ort, da es mir seinen Thüren verschlossen ward:da machte ihm Gocc aus den Wolcken ein Rleid,und wickelte es in Dunckel ein/ wie in Windeln, d.i.es stiegen so fort hauffige Dünste aus demselben in die Luft,conf Gen. 2, 6. welche Wolcken formirten, womit denn dieErdkugel, als mit einem Kleide und Windeln eingehüllet undalso erwärmet ward, daß sie sofort Gras und Kraut, undfruchtbare Bäume hervorbringen konnte, (Gen. 1, n.) Dabrach ihm auch Gott den Laufmic einem Damm, undsetzte ihm Riegel und Thür, wieweit es lausten, undseine stoltze Wellen sich wieder legen sollten. Darumob es gleich bey einem entstandenen Sturm sich noch so sehr er-hebet, und die Wellen bis an den Himmel zu steigen scheinen,oder doch denen die am Ufer des Meers stehen, oder gar denenauf der See sich befindenden vorkommt, als wenn die Meer-Wellen Häuser und Berge hoch steigen, und bey ihrem An-brausen alles verschlingen wollten, Ps.46, 4. so müssen sie sichdennoch in denSand legen, und ihr ordentlich gesetztes Ziel nichtüberlauffen: wie denn auch die Wellen mitten aufder See ihregewisse Höhe haben, die sie nicht übersteigen können: dennmanhatangemerckt, daß sie bey einem starcken Sturm überden Horizont des Meers nicht höher steigen, als fünf bis siebenSchuhe, wenn sie gegen die Felsen anschlagen. Demnachwird in der gantzen Heil. Schrift die Herrschaft über das Meerallein Gott dem Schöpffer zugeschrieben, Pf. 89, ro. Er bat^ das Meer gemacher,Exod.2O, n. Neh.y, 6. Ps. ,464. Ion. /,y.Act. 4,24. c. 14 ic. Apoc. 14,7. sein ist das Meer, Ps. 9s, 5. Erverwahret das Meer, Job 7,12. Er fasset das Wasser im Meerzusammen, wie in einen Schlauch, und leget die Treffe ins Ver-borgen, Ps.zz,?. Er hat dem Meer das Ziel gesetzt, und denWassern, daß sie nicht übergehen seinen Befehl, Job 26,ic>.Prov.8,29. Er setzt dem Meer den Sand zum Ufer, darin es

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