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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Seite
146
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Z46 Vom Wasser überhaupt.

Himmels, d. i. die Wolcken t, und die Wasser unter demHimmel, zwischen welchen die am 2 TagederSchöpffungauf.geheiterteLuft sich als ein Vorhang oder Scheide-Wand prä-sentirte *, Gen. i, 6. 7. am folgenden g Tage aber ward dieannoch mit Wasser bedeckte oder rings umslossene Erd-undWasser - Kugel von der obliegenden Wasser-Last erleichtert,und indem die vor andern dicken und dichten Theilchen durchdas Band ihrer schweren Drückung sich unter sich begeben,nach und nach mehr gesehet und verhärtet, ward das feste Erd-reich daraus; gleichwie im Gegentheil die dünnen und flüßi-gen Theile, nachdem sie von den untermengten irdischen undgröbern Theilen gereiniget, sich auf einen Haufen zusammenbewegen, und also diegesammte Last der Feuchtigkeit zu künf-tiger Bewässerung des Erdbodens ihre besondere Stäre ein-nehmen, und in Meere, Flüsse, Seen und Qvell - Brunnenverfasset werden musten ff, Gen. i, 9.10. conf. Ps. 104,6-10.Es scheinen sonst die zwey Elemente, Wasser und Luft einandernahe verwandt zu seyn, jenes eine dichtere Luft, dieses ein dün-nes Wasser; und so sind auch die Böget anzusehen, als fliegen-de Fische, und die Fische als schwimmende Vögel **.

§. 2. Die Eigenschaft des Wassers ist kalt, schwer undstüßig, wie aus der Erfahrung bekannt ist. Die Aalte hates von Natur: denn obgleich dieselbe von der Wärme oft un-terbrochen wird, und das Wasser bey dem Feuer zu kochen undzu sieden anfängt, so treibt es doch, so bald es wieder zu sichkommt, die Wärme wieder von sich, indem es bald laulicht,bald gar kalt wird. Die Schwere des Wassers, so wie sel-bige durch die angestellte Versuche bekannt worden, soll beynahe einem VierzehntheilderSchwere desOwccksilbers beykom-men, welches doch unter allen flüßigen Materien, die man aufdem Erdboden antrifft, die schwereste ist. Die Flüfngkeicdes Wassers siehet man klärlich, weil es vor sich selbst nicht be-stehen kan, sondern die Wasser-Theile unter einander in be-

siän-

* Siehe oben n. Theil. 4. 63p. §. 7. p. zi.f Siehe oben N- Theil. i. Lap. §. 2. p. 42.n Siehe oben l. Theil. 4- §. z- k- ;c>.

" Sekeukt». k. c. 4, §. rI. x. 48.