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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Physicus, Oder Einleitung zur biblischen Natur-Wissenschaft und deren besondern Theilen : zur Erkänntniß und Preis des Schöpffers, und zum rechten Verstande der H. Schrift, sofern dieselbe irgendwo von Physical. Dingen handelt, aus dem Grund-Texte kürzlich, doch deutlich und ordentlich vorgetragen, auch mit der heutigen gründlichsten Phylosophie verglichen ; zusammt dem Biblischen Hyperphysico von den Wunderwercken der H. Schrift ; nebst vollständigen Registern
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Gott hat dieselbe durch seine eigne Macht, ohn jemandes Hül-fe hervorgebracht, oder ihr die Wircklichkeit mitgetheilet, wel-ches die Schrift erschaffen nennet, und da vorher außer Gottnichts wircklicheö vorhanden war, daraus er die Welt hättemachen können, so hat er sie aus nichts gemachet,'d.i. da außerihm nichts vorhanden gewesen, welches er dazu hätte anwendenkönnen, Ebr. ii, z. Röm. 4,17.

§. 4. Die Schöpfung ist also nichts anders, als diejeni-ge Wirckung Gottes, nach welcher er Dingen, die durch sei-nen Verstand bloß möglich waren, auch durch seine Macht dieWircklichkeit gegeben hat. Das spricht die Schrift also aus rGort wircket alle Dinge nach dem ^ath seines Wil-lens, Eph. 1,11. welches Sclierrerus f sehr gründlich also er-läutert: der Rath bedeutet die Weisheit, nach welcher GotLseine Wercke ausführet ; der Wille den freyen göttlichen Ent-schluß ; und die Wirckung die Macht Gottes,welche sein Werckausführet. Weil wir aber keine Kraft etwas zu erschaffenhaben, so hat auch unsere Vernunft keinen Begrif, wie dieSchöpfung geschehen.

§. 5. Darum müssen wir auch alles, was wir von dem Pro-ceß oder Werck der Schöpfung wissen, der göttlichen Offen-barung zuschreiben, insonderheit, daß dieselbe in der Zeit,und innerhalb 6 Tagen geschehen, Gen. i. Ebr. 11, z. Daß abereinige mit^rillocele behaupten wollen, Gott habe die Weltvon Ewigkeit her geschaffen, kommt daher, weil sie den Um-stand der Zeit, und in welcher Ordnung, und aufwas Art undWeise die Welt erschaffen, aus dem Licht der Vernunft nicht un-widersprechlich erweisen können, und doch das krineipium derOffenbarung nicht annehmen wollen.

§. 6. Nun sehen wir aus der Historie Mosis, daß er zwarum des allgemeinen Zwecks der ganzen Hell. Schrift wil-len, nemlich das Erlösungswerck durch Christum zu erkennen,woher dasselbe nöthig gewesen, nur insonderheit den Ursprung»Bildung und Veränderung, so mit unser Erde vorgegangen,beschreibet; doch deswegen folgt noch gar nicht, daß Gott Mit

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