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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Place and Date of Creation
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Demi Wille» läßt sic trotz sci'noö Eingangs als historischeQuelle gelten, Schlosser verschweigt seinen Beweis und scheintmir mich zu scharf zu richten, alle klebrigen aber, Aeltcre wieNeuere, haben nicht das geringste Bedenken getragen, sie alsunbedingt glaubwürdig anzunehmen.

Es wird daselbst nun erzählt 27), Gottfried habe nach sei-ner Wahl zum Herrn des Königreichs mit Beirath der Fürste»,Barone und weisen Männer die vaterländischen Rcchtsgcwohn-heitcn seiner Unterthancn sammeln lassen und daraus dieGesetze für das Reich Jerusalem ausgcwählt; mit großerPracht habe man sie ausgeschrieben, das Manuscript in eineKiste gelegt und diese neben das heilige Grab zur Verwahrunggestellt. Non Gottfried wie von seinen Nachfolgern seien dieseAssiscn vielfach verbessert und vermehrt worden, bis man sie injeder Hinsicht für vollkommen erachtet habe.

Hicgcgcn ist an sich sehr wenig zn sagcn; allerdings wirdauch der nicht zu tadeln sein, der die Sache nur als möglich,nicht aber als beglaubigt anerkennt. Denn die Assisen, wie sieuns vorlicgen, wurden erst 150 Jahre später nicdergeschrieben,ohne Frage auf urkundliche Schriften gestützt 2 »), daß aber ge-rade diese Nachricht auf urkundlichen Charakter keinen Anspruchmacht, zeigen andere Stellen, wo von der Entstehung der Sat-zungenin alter Zeit, im Beginn des Reichs" die Rede ist.Die positive Anknüpfung an Gottfried stützt sich nur auf sagen-hafte Ueberlicferung; irgend welche Gesetze freilich, nach denenman sich zu richten hatte, müssen vorhanden gewesen sein, dochhatte man ja die vaterländischen Gewohnheiten, und jerusalemi-tischcs Recht, wenn cs überhaupt vorhanden war, cristirte da-mals mir im beschränktesten Keime. Im Jahr 1120 erließeine Versammlung zu Ncapolis mehrere rechtliche Verordnun-gen 2 y), einzelne darunter offenbar aus localem Bedürfniß

27) Xss. cur. suzi. c. t, 3, 4.

28) Am Gründlichsten rnrndcr ist Schnurr »n 3t). Bnncc deö Herineö

29) Bei Xlnin-i cuucil. t. XXI,