515
allen Verkehr zu Wasser. Aufseher und Wachen waren aufdem Meere, um das Einlaufen der Schiffe in die saraccnischenStädte zu verhüten, damit diese nicht Kraft gewannen, sichgegen das Reich zu erheben. Wenn aber Saraccnen vonAegypten oder Africa anlangten, so wurden sie von den Ritterndes Herzogs mit ihren Gütern gefangen genommen und getöd-tct. Wie denn auch die Saracenen auf dem Meere den Chri-sten keinen Frieden hielten.
Ein ähnliches Resultat wäre nach unscrm Autor aufder syrischen Seite gegen Damascus und die umwohnendenEmire erreicht worden; Tancred ist es, der sich hier vor Allenauszeichnct, wenn auch nicht ohne Unterstützung, einmal nichtohne Rettung durch Gottfried. Ich werde auch hier die ein-zelnen Unternehmungen kurz referiren, obgleich Albert seine Er-zählung gleich mit einer starken chronologischen Verwirrunganhebt. Wie erwähnt, hatte er den ersten glücklichen Zug ge-gen Arsnf in die Mitte Februar gesetzt, darauf war Joppe ge-baut, Askalon zum Frieden genöthigt worden. Er führt nunfolgender Gestalt die Erzählung weiter. Mit Askalon wurdedie Verbindung täglich enger; auch jener Gerhard von Aves-nes, der Märtyrer von Arsnf, wurde freigelasscn und erhieltvon Gottfried zur Vergeltung seiner Leiden das Castell acl 8 t.^brslmm. Bald darauf, am W ei h n ach ts adv ent,kam Tancred nach Jerusalem und bat den König, ihm Hülfe zugewähren 2-,). Wir sehen, Albert hat seine Methode bis hier-hin nicht verbessert; fahren wir einstweilen fort, seine Lhatsachenselbst zu betrachten. Tancred, heißt es, hatte Liberias zu sei-nem Eigcnthum erhalten, und führte hier den Krieg gegenDamascus und gegen den dicken Bauer, einen türkischen oderarabischen Emir der Umgegend 2s). Der Herzog selbst zog ihm
24) 6. 16.
25) Ibil!.: Orossus?rusticu8 — r»l1iuc?N8 — leFatlonem
t.lil'exlt ^lo^ter urixilium ^urcorriirivero "Urcorum ekrex Onmrrscenorum, aullita rllius legutüorr«?. Es ist also irrig,ihn, wie es geschehn ist, für den Emir von Damascus selbst zn halten.