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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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scheuen sie niemanden mehr und kämpfen ohne Unterbrechung 28 ).Neben dem Herzog tritt dann aber der Graf von Flandernhervor, und zwar in so bedeutendem Lichte, daß wir ihmeine besondere Aufmerksamkeit nicht cntziehn dürfen. Wir sa-hen die vergebliche Anstrengung der Provcnzalcn, den Brücken-kopf zn behaupten, darüber berichtet nun Albert folgender Ge-stalt 20 ): Kcrbnga, der sein Lager dort nördlich vom Orontcsaufgcschlagcn, sandte 2000 Mann, um dies Castell zn zerstören.Die Christen hatten es seit der Eroberung Antiochiens vernach-lässigt und leer gelassen, jetzt aber warf sich in kluger Voraus-sicht Robert von Flandern mit 500 Rittern hinein, verthcidigtees einen Tag lang und zog dann freiwillig in die Stadt zurück.Beide Fürsten, Gottfried und Robert, rücken nun in diesemThcil der Sage eng zusammen: fast alle Erfolge erringen sicgemeinschaftlich, und auch an ausdrücklichein Preise ihrer Freund-schaft fehlt es Nichten). Bvcmund und Raimund, erzählt Al-bert, haben ein Castell der Citadelle gegenüber erbaut bisdahin ist ihm jenes mühsam errichtete Mauerwerk angcwachsen einmal machen die Türken einen unvorhergesehenen Angriffund hätten beinahe Boemund gefangen, wenn nicht Gottfried,Robert und andre Fürsten sogleich zur Hülfe hcrbcigecilt wa-ren 3>). Es scheint mir unzweifelhaft, daß diese Angabe nur alsUmgestaltung des Vorfalls gelten kann, welcher BocmnndsErnennung zum Oberbefehlshaber veranlaßt,:: etwas weiterfindet sich noch erkennbarer eine zweite Version derselben Bege-benheit, wo nicht gerade Gottfried selbst, wohl aber einzelneseiner Ritter die Rettenden sind 32). Als darauf die Desertionder Stricklänfcr eintritt, werden auch sammtliche Fürsten mnth-los; nur Gottfried und Robert bleiben fest, und stellen durch

28) VIb. IV. 30. 29) NNO. c. 33.

30) Schon IV. 9. 6odefri>In, et Ilobertus czui L<I invieen, ilileclis-simi nmic! et eonsocii foederis ernnt etc. Auch hier wie vielfachsonst, spricht sich diese Frcnndschaft in der Opposition gegen die Nor-mannen ans.

ZI) IV. 3l.

32) IV. SS.