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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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sie waren hoffnungslos geworden nnd glaubte» an einem hoff-nungslosen Unternehmen keinen Verrath begehen zu können. Da-mals verweilte noch Graf Stephan von BlviS in Alcrandrctte,der durch diese Strickläufer der spätere Spottname der Flücht-linge unterrichtet, bei nächtlicher Weile nnd auf verstecktenWegen bis auf die Höhe des Gebirges nördlich von Antiochienvordrang. Als der Tag dämmerte, sah er die Zelte der Scld-schnken meilenweit in Thal und Gebirg; da sank ihm derMnth, der niemals hoch gewesen, er eilte zurück nnd segelteans der Stelle hinweg nach Kleinasicn. Seine Entfernunghatte nachhaltigere Folgen, als irgend eins der bisherigen Er-eignisse der letzten Kämpfe, denn ans seine Aussage gab Kai-ser Alcrins, wie später noch zu erörtern ist, den Vorsatz auf,die Rettung der Eingeschlossenen durch einen griechischen Angriffzu versuchen. Wir werden sehn, wie die weitern Folgen diesesEntschlusses einzig dem byzantinischen Reiche zur Last fielen;damals aber hätte er um ein Geringes das Krcuzhecr selbstin gewisses Verderben gestürzt. In Antiochien nämlich cr-bielt man irgendwie, durch schnelles Gerücht oder begründeteAhnung, Kunde davon: jetzt löste sich alle Hoffnung aus; Nachtsging der Ruf durch die Quartiere, es wäre Alles verloren nndauch die Fürsten gedächten zu fliehen. Sogleich stürzte Allesin wildem Aufruhr zu den Thoren; das Heer hätte sich gänz-lich zerstreut, und ein rascher Untergang wäre damit unfehlbarerfolgt; da waren cs Bischof Adhcmar und Boemund, welcheAllen voraus die Thorc erreichten, jeden Ausgang versperrtenund die wahnsinnige Menge zum Stillstchu nnd Bleiben ver-mochten is).

Hatte diese nun die Verzweiflung niedergedrückt, so cral-tirtc sie Andere; ihr Unglück war übermenschlich, sie erschienensich auch mit mehr als irdischer Kraft begabt. Hier wachtedie ganze Fülle des ascctischcn Sinnes, auf dem der Krenz-zng überhaupt beruhte, eine Weile durch die neuen EindrilFeder Fremde, durch die irdischen Sorgen des Krieges zurückgc-

18) Oe-Na ji. 18. ItMm. 152.