st er Frist Antiochien erreichen: im christlichen Lager verkannteman nicht langer die Dringlichkeit der Gefahr und die dun-kelste Aussicht, wenn bis dahin die Stadt nicht falle?a).Graf Stephan von Blois verlor die Hoffnung gänzlich: unterdem Vorwände einer Krankheit hatte er das Lager verlassenund befand sich bereits entfernt in Alcrandrcttc. In dieserStiinmnng traten die Fürsten von Neuem zusammen, und jetztfand Boemnnd ein bereitwilliges Gehör»»). Ohne Ausnahmefielen ihm die Fürsten bei und versprachen ihm einstimmig,wenn er sie errette, den Besitz von Antiochien. Auch Raimundvon Toulouse gab seinen Widerspruch ans; cs ist unrichtig,wenn Wilhelm von Tyrns und alle Später» das Gcgcntheilversichern «>).
Es ist keine Frage, daß der Fürst von Tarent das verwe-genste Spiel, das sich ersinnen läßt, mit seinem Glücke undseinen Genossen gespielt hat. 'Ihn bekümmerten die Verlustenicht, die er dem Krenzhccre ersparen konnte, wenn er uneigen-nützig die Einnahme sogleich hcrbeiführte; ohne Rücksicht aufden unausbleiblichen Ruin im Falle des Mißlingens blieb erunthätig bis ans den äußersten Moment; er wollte den Ge-winn , den er sich einmal erkoren und nichts Anderes, nichtsGeringeres, und hätte er und mit ihm alle seine Gefährtenzu Grunde gehen sollen. Ich weiß nicht, wie man ohne einpositives Nichtwollcn von seiner Seite, die gänzliche Unthätig-
79) LII>. 244 sagt: Als ma» bestimmte Nachricht Uber Kerbngas An-rucken erhielt, ricth Gottfried, man sollte ihm in -Lelm und Harnischentgegen gehn unb ihn mit Gottes Hülfe besiegen; da tritt Boemnndauf.
80) Itast. c. 64 berichtet, zuerst habe Bocimmd den Bischof oon Pny ge-wonnen.
8t) Radulf, Raimund, die Quellen alle wissen von keinem Widerspruchedes Grafe» von Toulouse; auch ist der Ursprung der WilhelmschenNachricht sehr leicht erkennbar. Kemaledkin hat die Idee, die Fürstenhatten einen wochenweise» Wechsel des Oberbefehls fcstgcsenk; in wes-sen Woche die Stabt gewonnen würde, der sollte sie haben.