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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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dcn. Raimund versprach mm ans seiner Lasse jeden Verlustdieser Art zu vergüten und bewirkte dadurch in der That eineneue Energie in den Bewegungen der fränkischen Reiterei.n).

Wahrend so der Zustand nach Außen eine halb gesicherteGestalt annahin, wurde das Innere des christlichen Lagersdurch ein verborgenes Treiben erschüttert, dessen eigentlichenVerlauf wir allerdings nur nach wenigen daraus erst entspringen-den Thatsachen zu ermessen haben, bei dessen Darstellung ich michalso, um Faktisches und Vcrmnthctcs auch äußerlich zu schei-den, zunächst an den wörtlichen Inhalt der Quellen haltenwerde. Raimund Agiles gibt nun die umfassendste Meldungund trägt kein Bedenken, dcn griechischen Bevollmächtigten zumGegenstand seiner Anklage zu machen. Tatikios, sagt er, lagdamals dcn Fürsten unaufhörlich an, die Belagerung anfznhc-ben, und das Heer in dcn Burgen des Landes zu verthcilcn.Alexius, stellte er vor, sei mit einem zahlreichen Heere unter-wegs, wenn man seine Ankunft abwarte, werde man durch diebessere Jahreszeit begünstigt und für die Eroberung Antiochiensdie besten Aussichten gewinnen. Nicht bloß solche Erdichtungen,fügt Raimund hinzu, brachte er vor, sondern Bestechung, Vcr-rath der Bundesgenossen und Meineid wandte er an, er tratan Bocmund Adana, Mamistra und Tarsus ab, und entflohdann, unter dem Vergeben, zu dem kaiserlichen Heere znrück-zugchn 32 ).

In dieser Stelle bemerkt man nun leicht die bunteste Reihe,keineswegs aber einen gemeinsamen Grund verschiedenartigerSchritte. Was wollte der Grieche mit der Aufhebung derBelagerung? wie hängt damit sein Vcrrath und seine Beste-chung, wie endlich die Abtretung der cilicischcn Städte mit sei-ner Flucht zusammen? Die Antwort auf diese Frage, denkeich, gibt uns Raimund selbst, wenn auch unbewußter Weise,in einem frühem Bruchstück seiner Erzählung. Es ist dort vonVormunds Benehmen im Anfang des Jahres 1098 die Rede,

31) Naim. zi. 145.

32) Naim. p. 186. Ein ähnlicher Vorwand des Griechen Oosta p 1t.