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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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Siebentes Capitel.

Besetzung Armenien s.

An dcn Grenzen Cilicienö hatten sich die Fürsten überden Weg zu entscheiden, der sie nach Antiochien, der HauptstadtSyriens, führen sollte. Es war die Frage, an welchem Punkteman das Tanrnsgcbirg, zwischen ihnen und Antiochien gele-gen, am Leichtesten übersteigen würde. Die kürzeste aber auchdie beschwerlichste Straße hatte durch Cilicicn geführt: Ciliciennur an der Küste eben, ist durchaus mit Bergketten durchsetztund leicht zu sperren, da gefährliche Pässe dcn Ein- und Aus-gang des Landes bilden. Zog man dagegen ans der Nordseitedes Taurus bis an dcn Euphrat, so konnte man das Gebirg,mit bedeutendem Umweg freilich, ganz umgehn; und endlich,nahm man diese Richtung, ohne sich völlig so weit in das Landgegen Osten zu vertiefen, so vermochte man doch mit einereinzigen Gcbirgspafsagc in Commagene einzndringen.

Daß man sich für das Letzte entschied, scheint mir aberdeutlich noch auf einem zweiten Motiv zu beruhen. Es wurdeoben die Gesandtschaft erwähnt, die man von Nicäa ans andie armenischen Fürsten dieser Gegenden abschickte; freilichsind uns nur die Fürsten Constantin und Thoros ausdrücklichgenannt, daß man aber ein allgemeine Erhebung der Armenierwünschte, kann keinem Zweifel unterliegen. Sehen wir mmzurück ans den früher geschilderten Zustand dieser armenischen