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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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ftuchtbarc Vertiefungen, auf der vierte» durch den ascanisebenSee gedeckt, dessen Wellen damals nach die Stadtmailern be-spülten 3). Die Befestigungen waren vortrefflich und im bestenStande, die Besatzung zahlreich und mit Lebensmitteln verse-hen; nur schien man den Anfang der Belagerung nicht so früh,die Stärke des angrcifendcn Heeres nicht so furchtbar erwartetzu haben. Kilidsch Arslan selbst war entfernt, um so mehrregte sich bei den christlichen Einwohnern die Zuneigung zu denGlaubensgenossen, in der türkischen Besatzung die Furcht vorjedem Mißgeschick. Anna erzählt nun i): die Bewohner, nach-dem sic den Sultan vergeblich erwartet, nachdem sic sich vieleTage der feindlichen Stürme erwehrt, gaben dem Butnmitcs,dem kaiserlichen Bevollmächtigten bei den Kreuzfahrern, Gehörund erklärten sich auf gewisse Bedingungen zur Ucbcrgabc anAlcrins bereit. Man kam so weit überein, daß ButnmiteS,näherer Beschlüsse wegen, drei Tage lang in der Stadt zngc-laffcn wurde. Da habe aber, fahrt Anna fort, nacheinanderdie Ankunft des Grafen Raimund, der sogleich den Kampf er-neuerte, und das Gerücht, Kilidsch Arslan sei mit starker Machtim Anzug, die Unterhandlungen zerrissen. In dieser Erzählungist eine offenbare Unrichtigkeit, die Ankunft des Grafen Rai-mund vor dem Eintreffen des Sultans: im Ucbrigen dient sicvortrefflich, die Berichte der Abendländer zu ergänzen. In die-sen fehlt alle und jede Angabe über die Ereignisse der ersten10 Tage der Belagerung; daß aber bei der Stimmung desHeeres ohne irgend welchen Grund die Waffen so lange geruhthaben sollten, hat nicht die geringste Wahrscheinlichkeit. Albertsagt 5): bei der Ankunft des Heeres bewunderten die Ritter dieThürme und Zinnen, aber ohne den Much zu verlieren, sietummelten ihre Rosse und sprengten an die Mauern heran: dasFußvolk, nicht minder kriegerisch, bedrängte die Ungläubigenmit Speer und Pfeil, und mancher wackere Kämpfer verlor sein

3) kMiiii. äg. p. 141, «ins ihm ^4'iII. '1've.

4) är»,2 p. 310.

5; p. 204.