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lieh, allerdings von der religiösen Seite des Zugs ans dasEifrigste durchdrungen, zugleich aber den weltlichen Dingensehr nachdrücklich zngcwandt. Zn Bocmnnd bildet er dabei dengeraden Gegensatz: dieser, stets das Ganze im Auge, fügt sichin allen kleineren Dingen, er gebraucht Alles und unterzieht sichAllein, wenn cs ihm zum Zwecke dienen kann. Raimund da-gegen ist scrupulöö und störrisch zugleich, jedes Nachgebcn, je-des augenblickliche Opfer weist er heftig zurück, er will nichtscinbüsten und in nichts weichen, so verringert er sich bei jedemSchritt die Summe seiner Erfolge. Eine Amnuthung wiedie des Alerins verletzte ihn in jeder denkbaren Hinsicht — vonreligiöser Seite: sollte er, der Kampfer des Herrn, ein irdischesJoch ans sich nehmen? — nach weltlicher Berechnung: sollteer von vorn herein auf den Lohn so vieler Anstrengung, ansden Besitz der Eroberung verzichte» ? Bocmnnd, den keineRücksicht zu binden vermochte, war darüber leicht hinausgckom-men; hatte er sich die Möglichkeit des Gewinnes fcstgestcllt, somochten nachher die Griechen für die Erfüllung der Eide sor-gen. Raimund, dessen Habsucht durch Gcwisscnsstrenge nochÜberwegen wurde, blieb bei dem heftig ausgesprochenen Worte,ein gottloses und schädliches Versprechen nie zu leiste», mögedaraus entstehn, was wolle. Alerins versuchte endlich das Mit-tel, welches bei Gottfried gelungen war; ein kräftiger Angriffgeschah ans das provcnzalische Heer, welches auf nichts der Artgefaßt bedeutenden Verlust erlitt und fast aufgelöst wurde 3>).Raimund aber war aus andcrm Stoffe als der Herzog vonLothringen; diese Gcwaltthat brachte ihn statt zur Nachgiebig-keit nur zu gesteigertem Zorne; er klagte den Kaiser offen desVcrrathcs an und hatte keinen andern Gedanken als Rache undStrafe für solchen Treubruch. Alerins wies den Vorwurf mitKälte zurück: er wisse von keinem Schaden, den die Provenza-leu gelitten, wohl von mancher Unbill, die man dem Reicheund seinen Unterthancu zugefügt habe: der Graf habe keinenGrund zur Klage, seine Schaaren, plündernd im Lande umher-
II) Naim p. 140.