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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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stände zu bestimmen versuchten — in diesem Falle macht »nsdie Geschichte selbst eine Abweichung von den Grundsätzen dergeschichtlichen Kritik unmöglich. Denn wir überzeugen uns so-gleich, daß alle authentischen Quellen uns bei Bocmnnd zur An-erkennung einer völlig entgegengesetzten Politik nöthigcn müssen.

Bocmnnd nämlich war von vorn herein entschieden überden Weg, den er in diesen Angelegenheiten cinznschlagcn gedachte.Seine Plane gingen auf die Gründung einer Macht im Orientund zwar zunächst mit Benutzung der griechischen Streitkräfteselbst. Ihm war ein gutes Vernehmen mit Alerins schlechter-dings nothwendig; wir werden sehn, wie er auf das Festestein dieser Politik bis zu der Einnahme von Antiochien beharrtc.Auch ließ steh nur ein Moment denken, in dem er ans glücklichenErfolg eines griechischen Krieges hätte hoffen können: es wardas der Augenblick, den Albert auch für seinen Antrag gewählthat, damals, als Gottfried in offnem Streite mit Alerinsstand. Dann aber, am 1. April, hätte er, einen solchen Planün Sinne, sein Heer verlassen und sich in der Gesellschaft undunter der Aufsicht griechischer Gesandten allein auf den Wegnach Eonstantinopcl gemacht? Es ist daran nicht zu denken,und die ganze Sache als ein Erzeugniß jener Meinung desOccidents über Boemnnds Absichten zu bezeichnen. Es findetsich zu dieser Sage ein völlig entsprechendes Gegenbild, Orde-rich erzählt denselben Hergang zwischen Bocmnnd und den Nord-sranzoscn25). Die beiden Roberte, Hugo und Stephan vereinigenikr Heer mit dem Boemnnds nach dem Gefecht am Wardar;Bocmnnd schlagt ihnen die Belagerung von Eonstantinopcl vor,muß sich aber bei ihrer Weigerung, gegen Christen führten siekeinen Krieg, beruhigen. Ordcrich, obgleich seine Angabe durch-aus von demselben Stamme und inncrn Werthc wie die Albcrt-schc ist, hat wenig Glück damit gemacht und sic wirklich auchungeschickter in die tatsächliche Geschichte cingcflochten; Hugo,wie er selbst Fulchcr schon nachcrzahlt hat, war längst in Con-stantinvpcl, die klebrigen thcils in Griechenland, thcils noch in

25) Oi-llei-. ji. 727.