wie aller Orlen finden wir rastlosen Krieg und unendliche Zer-splitterung. Scldschuken und Griechen, Tnrkmanen und Arme-nier drangen sich in buntem Gewirre nebeneinander: zuweilengeschieht des kaiserlichen Hofes oder des Sultanats von Jsfa-han eine kurze, aber dann auch wirkungslose Erwähnung.
Man muß nun die Armenier jener Zeit als kriegerisch undunerschrocken anerkennen. Schon ihr Widerstand gegen Mono-inachos und Alp Arslan war in hohem Grade energisch: voll-ends die Ausdauer, womit sie seit 1080 sich erhielten, verdientvolle Bewunderung. Bekanntlich haben Griechen und Frankenein weniger günstiges Bild von ihnen in Umlauf gebracht, wieman sic denn mit den Gewappneten des Occidents schwerlichvergleichen kann. Aber auch diesen hat ihre Verbindung we-sentliche Vorthcile zngcwandt, und hatte ihnen zwischen Scld-schnkcn und Griechen eigne Kraft und eignes Glück gemangelt,so haben sie einem fränkischen Anführer niemals und an keinemOrte versagt.
Non vorn herein mußte die Wichtigkeit ihres Beistandesden Kreuzfahrcn schon aus der geographischen Lage ihrer Be-sitzungen erhellen. Sie hatten in Cilicicn die Pässe nach Klein-Asien wie nach Syrien, dann im Euphratese die Straße vonMeraasch nach Antiochien innc: endlich isolirtcn sic Syrien,indem sic im Westen eine Vorlage gegen Jconium und im Ostengegen Mosul bildeten. Wie sehr der Verlauf, ja die Entscheidungdes ganzen Krcuzzngs auf diesen Verhältnissen beruht hat,wird bei mehreren Gelegenheiten hcrvorznhebcn sein.
Syriens Eroberung hatte im Aufträge Mclckschahs dessenBruder Tutusch um 1080 begonnen 42 ), in den nächsten JahrenPalästina hinzugebracht und in dem volkreichen, durch Garten-
42) Hu-Nenmere memoires etc. II. 430 ff., angeführt bei Schlosser.Ini Folgenden führe ich mir die wichtiger» Lerrschaftcn an; eine Listeder kleinern gibt Lämmer V. 134.