Druckschrift 
Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
Seite
258
Einzelbild herunterladen
 

2 58

in jenen Geilenden gebrochen?). Die Würde ging cm denunmündigen Königssohn Konrad über; nuser Gottfried, durchden Ermordeten adoptirt, erhielt dessen sehr bedeutendes Modend vom Könige die Mark Antwerpen zu Lehn 8). Er warritterlich erzogen und hatte durch den Einfluß seiner Muttereine starke Nichtnng ans geistige und geistliche Bildung empfan-gen: damals wohl noch sehr jung, hielt er sich ohne weiternEinfluß ans seinen Gütern und fand gegen mächtigere NachbarnSchutz bei Bischof Heinrich von Lüttich ->).

Als er, manches Jahr hernach, durch wackere Thaten denKrcuzzug fördern helfen, als er, durch glückliche Fügung undden Willen seiner Genossen Beschützer des heiligen Grabes, dieAugen des ganzen Abendlandes auf sich gezogen: erschien denen,die ihn bewunderten, -der Anfang seines Wirkens nur in ähn-licher Weise gedcnkbar. Sie mochten glauben, dem begünstig-ten Liebling des Herrn gebühre eine Jugend, reich an irdischenEhren und auf göttliche Wunder vorbereitend, wie sich keinandrer Sterblicher ihrer rühmen könne: ans einem solchenSinne, wenn er allgemein ist, entspringt aber Thatsache aufThatsachc, Entwicklung auf Entwicklung, zuletzt zeigt jedes(Einzelne schon die ganze Summe des Ganzen in sinnlicher Ge-stalt. Diese Ucberlicfernng als solche anznerkcnncn und auszu-scheidcn, muß hier unser erstes Geschäft sein.

Zuerst wendet Wilhelm von Malmesburp, ohne Zweifeleinheimischen Ueberlicferungcn folgend, seine Aufmerksamkeitzusammenhängend ans Gottfrieds frühere Schicksale. Gottfried,sagt er »I, der auf der Straße Karl des Großen zum heiligen

Letztem bei kgt. XIII. z>. 237 X.). Außerdem mehrere locale Quel-len, die Isst, -tnelag. mou.ist. s>. 586 u. A.

7) Das zeigt t>a»eolit. a Imoel. > 1 . 629 (Kgl- XIII,).

8) Imumnt. s>, 628. 63t. Die große Gräfin Mathilde machte frucht-lose Neclamationen, oziist. filanadsao »rcliiop. bei k,st. XIV. z>. 611

9) Ilisl. Xnilag. man. p. 587 I.aurent. s>. 629.

1V) p. 133.