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Geschichte des ersten Kreuzzugs
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Auge, desto heftiger strömte ihm die Reden, entflammend undüberwältigend rief er sogleich die Gesinnung jener nieder» Kreiseauf. Wie cs seiner Begeisterung gelang, brauche ich nun nichtweiter zu erörtern. Das Volk erhob sich, wo er erschien; dieMasten sammelten sich um den unbekannten Einsiedler, wie umeinen Propheten des Herrn; und in Kurzem stand das Land-volk des nördlichen Frankreichs unter den Waffen. Wohin Pe-ter nicht gerade persönlich kam, predigten Walther von Pacy,ritterliche» Geschlechts, und vier Neffen desselben, die neueBotschaft des Heils 26 ): sie hatten noch vor Ende des Win-ters über 1500» Menschen vereinigt, einen Haufen freilich ohneMannszncht, Bewaffnung und Lebensmittel, dafür aber glühendheißen Sinnes, voll Begierde nach Kampf und durch kein Ge-setz mehr gebändigt. Ein andrer Schwarm von gleicher Beschaf-fenheit sammelte sich um den Vicomte von Melun, Wilhelm denZimmcrmaun, einen Menschen von riesiger Körperkraft, abergemeiner, zugleich roher und haltungsloser Natur: durch Plünde-rung des platten Landes erwarb er sich die Mittel zum Zugeund gleichgesinnte Genossen führten ihm täglich Verstärkungenzu 27). Gottschalk, ein Priester vom Rheine, hatte den Eremi-ten gehört, sich dann aber von ihm abgesondert, er brachte an15000 Franken, Schwaben und Lothringer zusammen 28 ), dieer durch Ostfrankcn und die Donau hinunterzuführen beschloß 20 ).Der Priester Volkmar durchzog Lothringen mit einem zahlreichenGesindel von gleich furchtbarem Schlage, als er sich stark genugglaubte, richtete er seinen Marsch durch Sachsen nach Böhmen undUngarn ro). Wir erkennen nun deutliche Spuren einer solchenAufregung durch halb Europa; ohne Sinn und Ueberlegung bra-chen die Einzelnen auf, wo es au solchen Führern fehlte; wie z. B.Walter von Pacy noch in Deutschland durch zahlreiche Lom-

26) Orclsric. l. c. 27) Itok. p. 48. 6i5. p. 501.

28) 415. p. 193.

29) KILek. cot. 514. 519.

30) Ihrer 12000, klt.li.eli. 1. c. Losmas ?rng. -rN n. 1096 verwechseltihn mit Gvttschalk.