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vernahm der Papst in Dcmuth und Freuden das Wort des Be-rufes und zog hin nach Bcrcelli und daun nach Clcrmout, denWeg des Herrn zu predigen. Und cs erhoben sich alle Lande,und alle Fürsten und Ritter in ganz Frankreich, um das heiligeGrab zu befreien: am 8. März aber des Jahrs 1096 betratWalter Habenichts, ein gewaltiger Ritter mit einer großenMenge Fußvolks und acht Reitern, der erste auf dem Wegenach Jerusalem, das mächtige Reich Ungarn.
Der Charakter dieser Erzählung scheint mir nicht zu ver-kennen: es ist die Geschichte eines Wunders, eine heilige Le-gende, wenn je eine solche cristirt hat. Christus der Heiland derWelt erscheint selbst, um dcnKrenzzng anzubefehlcn: er sprichtdas Wort und die That ist gcschchn, sobald Peter das Wortgemeldet hat. Der Papst vernimmt es, er sagt cs den Andern,und am 8. März, ohne viele Zwischcnhandlnng, stehen die er-sten Kreuzfahrer in Ungarn. Es ist eine Schöpfung durchGottes Geheiß, durch den schwachen Eremiten als Werkzeug;der Papst steht erst an dritter Stelle, und auch hier nur höchstunbedeutend.
Wilhelm von Tyrus unternahm nach seiner Weise, dieAngaben der geschichtlichen Quellen mit dieser Legende zu ver-knüpfen. Peter faßt seinen Entschluß auf eignen Antrieb, eingöttlicher Traum bestärkt ihn, so gelangt er zum Papste. Ur-ban ist auf der Stelle für seine Idee gewonnen, und übernimmtdarauf die Leitung der Sache; bis er aber Italien verlassenkann, zieht der Eremit durch alle Länder und regt alle Herzenauf. Niemand widersteht seinem Feuer, seine Beredsamkeit ent-zündet die Muthigen und belebt alle Trägen; so hat er dasWerk zur Hälfte vollendet, als Urban in Clcrmont anlangt unddas Vorhaben amtlich und entscheidend bekannt macht. Wirsehen, daß der mystische Ton der Erzählung verwischt ist; bisauf den Traum Peters, den Wilhelm übrigens ebenso seinesWundcrgchaltes entkleidet, verläuft sich Alles in streng verstän-diger, einfach menschlicher Weise. Während Albert hcrvorhebt:dem schwachen, gebrechlichen Menschen erschien der Herr — wirdhier die Lebhaftigkeit seines Geistes, die Leichtigkeit seiner Rede