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bert Gniscard der Beschützer, die Fürsten von Salerno undEapna werden die getreuesten Vasallen Gregor VII. Der Geist,der sie erfüllt, ist freilich auf das Sonderbarste gemischt: sicmarken und zanken mit dem Papste, den sic im Allgemeinenhöchlich verehren, über die kleinste Berechtigung, über jedenFußbreit Landes. Gregor seinerseits erkannte sic wohl undwar ihnen gewachsen, er sagte mehrmals: ich kann Frieden mitihnen haben, wann ich nur will, aber ich will auch nur vor-theilhaften Frieden schließen 77 ). So stritten sic herum, bisKaiser Heinrich gegen Rom zog, da war ans der Stelle dieEintracht erneuert. Ebenso verhielten sie sich gegen die Kloster,sie plünderten und brandschatzten sie ohne Bedenken 7»), aberihr Seelenheil nahmen sie eifrig wahr durch reiche Geschenkenach Monte Cassin, durch eine tiefe Ehrfurcht gegen heiligeAcbte und Mönche, endlich durch eine allgemeine Lossprechung,die sie wohl beim Papste answirkten.
Wir können hier nun zu einer Reihe von Unternehmungenübergehn, in denen die nengcschaffenc Verbindung der abendlän-dischen Völker sogleich im Gegensätze nach Außen Leben gewinnt.Im Einzelnen sind es die Normannen, im Allgemeinen die ro-manischen Völker — sie waren wie von der Askese so auchvon normannischen Elementen mehr durchdrungen als die Deut-schen — die wir mit den Ungläubigen im Kampfe erblicken.
Von Apulien ans machte schon 1059 wenig Jahre nachder Belehnung durch Leo IX. Graf Roger den ersten Versuch,Sicilieu den Saracencn zu entreißen. Er meinte, das seiVvrtheil nach zwei Seiten, ein irdischer und ein geistlicher Ge-winn, ein Nutzen für seinen Leib und seine Seele. Aber auchdurch Robert Gniscard unterstützt, vermag er nichts ansznrich-ten, bis in höchster Verlegenheit beide sich an den Beistand desHimmcls wenden: sie lassen das Heer beichten und geloben, sicwollten frömmer werden, wenn der Herr ihnen das Land be-
77) Ileg. I. 25. III. 15.
78) Statt vieler Beispiele nur eie charakteristische Geschichte bei deo O-t.
II. 71.