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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
Seite
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Abenteuer in seiner reckiten Fülle: die Ritter ergehen sich inihren Thaten, die Fürste» bedecken sich mit Ruhm, der Unglück-liche fällt, der Kräftige kommt zu Ehre und Gewinn: so schrei-tet das fort in endloser Reihe ohne die Idee eines zu Grundeliegenden Planes. Einen solchen nun herznstcllen ist Wilhelmemsig bemüht. Zunächst zeigt er, wie wenig sein Sinn einemHcldcnthnmc dieser Art geneigt ist, indem er eine Menge derAlbert'schcn Anekdoten mit der Bemerkung hinwcgstrcicht, beider Kürze, die er anstrcbc, könne er den unendlichen Stoff ohne-dies nicht erschöpfen. Den Rest der Erzählung knüpft er dar-auf nothwcndig aneinander, was ihm bei seiner Kcnntniß derübrigen Quellen nicht schwer fallen konnte, und so entsteht einGanzes, was ohne Kcnntniß seines Ursprungs geordnet undverständig genug sich ausnchmcn mag. Aber in dieser Ordnungist ihm die frische Fülle jenes Ritterwcscns fast gänzlich unter-gegangcn, sie ist abgestorben mit der freien Planlosigkeit, ausder allein sie Leben und Fortgang erhalten konnte. Und immernoch steht zu untersuchen, ob nun des Erzbischofs verständigesErzengniß einem Bilde gegenüber, welches allein aus den äch-ten Quellen gezogen ist, Bestand erhalten kann; in wie weitdiese überhaupt einen Plan des Fortschrcitens, und ob sic den-selben, welchen ihn Wilhelm erkennen läßt, anssprechcn.

Folgende Bemerkung scheint ebenso in diesen Zusammen-hang zu gehören. Wilhelm gibt mehrfache Angaben über dieZahl der Strcitkräftc in den kämpfenden Heeren, durchaus un-abhängig von den uns vorliegenden Quellen, also ans seineWeise bei andern Theilnehmern erkundet /»). In den Gesten,bei Raimund oder Albert finden sich freilich auch Angaben die-ser Art; wie oft sie die Wilhelmschcn bestätigen oder widerle-gen, lasse ich hier dahin gestellt, aber zu erwähnen ist der Un-terschied in dem Motiv ihrer Einflechtung. Den Quellen istdie Sache an sich fast gleicbgülrig, und die Angaben haltensich demnach häufig in «maßloser Unbestimmtheit. Das Jn-

41) ueber das ganze erste Kreuzheer I. II. ex>r,, I. IV. 12 , dann «derdie Truppenzahl in und vor Jerusalem, bei Askalvn re.