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Geschichte des ersten Kreuzzugs
Entstehung
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dagegen unabhängiger, es ist eine selbstständige Erzählung, diein unzähligen Punkten von der der 6o8li> abwciebt, aber aller-dings wenig Verbesserungen zu den letztem liefert. Vergleichenwir z. B. gleich den Anfang des Gilv'schen Berichtes, die Dar-stellung der Belagerung von Nicäa mit den Berichten der Au-genzeugen im). Die Stadt wird umzingelt, von Anfang an istdas gestimmte Heer der Kreuzfahrer vor ihren Mauern verei-nigt. Nun wissen wir aber durch den anwesenden Raimund,daß die Provcnzalcn erst am 15. Tage der Belagerung dortcintrafcn, wir erfahren durch Fulcher, der mit Robert von derNormandie zog, daß die Nordfranzoscn außer Hugo erst meh-rere Wochen nach den Provcnzalcn anlangtcn. Gleich im Be-ginn der Belagerung, fahrt Gilo fort, sahen die Pilger, daßman der Stadt die Verbindung zu Wasser auf ihrem großenLandsce abschncidcn müsse, und bauten deshalb eine Flotte, wasdie Belagerten znm Erbieten der Ucbcrgabc bewog. Solch einErbieten fand allerdings Statt, aber nicht an die Pilger,sondern an Kaiser Alexius, und geschah, wie wir sehn werden,viel früher, als die Pilger an die Occupation des Sees dach-ten in). Bei Gilo reiht sich daran der Entsatzvcrsuch des Sul-tans; als er abgeschlagen wird, verlieren die Einwohner völ-lig den Muth und übertragen die Stadt dem griechischen Kai-ser. Es ist aber bekannt, daß dieser Kampf gleich im Anfangder Belagerung erfolgte, an demselben Tage, an welchem GrafRaimund in das christliche Lager cinrückte, daß Nicäa nachhernoch über 4 Wochen nachdrücklichen Widerstand leistete. Wir

110) p, 214 ff.

111) Die -Handschrift, aus welcher Duchesiic das Werk hat abdrnrken taffen,hat hier ein Einschiebsel, welches sür die Fortpflanzung dieser Nachrichtennicht ohne Interesse ist. Die Unterhandlungen werden abgebrochen,neuer Krieg, Nachts sangen die Christen einen Boten auf, der die Nahedes Sultans verkündigen soll, und dann so weiter, wie man die Ge-schichte bei 41b. Nachlesen kann, nur statt dessen Prosa schwereHeramctcr. Es ist ein Zusaß hier völlig ohne Sinn, da RaimundsAbwesenheit darin verkommt, und der Graf so eben mit de» Angrei-fern genannt worden ist.