durch politische und litterarische Erfolge ausgezeichnet 67) , bisau seiueu Tod im Jahr 1124 68).
Die Wirkungen eines solchen Lebenslaufes fühlen sich nunaller Orten in seinen Schriften durch. Er ist nicht ohne Mit-tel, er hat eine in seiner Zeit ansehnliche Belesenheit, fürseine Geschichte des Kreuzzugs kommen ihm die Vorthcile seinerGeburt und kirchlichen Würde in hohem Maaßc zu Statten,lieber ganz Frankreich erstrecken sich seine Bekanntschaften undVerbindungen 6y); mehrere schätzbare Mitteilungen verdankter dem Grafen Robert von Flandern 70 ), der Erzbischof Ma-nassc von Rheims hat ihm Einsicht in die Briefe Anselms vonRipemont vcrstattet 7i), auf dem Concil zu Clcrmont ist erselbst gegenwärtig gewesen. Vermöge seiner Studien macht erAnspruch auf gebildeten Styl und künstlerische Form; denKrenzzng beschreibt er nur, um die Gesten in seiner Ucbcrarbei-tnng gebildeten Lesern genießbarer zu machen. Freilich hat erda.nicht viel ansgcrichtct, der schlichte Ton seines Originalsist in dem schwülstigsten und überladensten Gerede untcrgcgau-gen; auch scheint er, seiner Stellung sich bewußt, auf das Ur-teil Andrer wenig Gewicht zu legen und meint mehrmals,
67) Das dritte Buch seiner Autobiographie gibt seine äußern Schicksale;seine Schriften zählt die Nist. litt. I. c. auf. Von seine» Erfolgenspricht er selbst oft genug.
68) stlaliill. »nn. I. 74, ri. 71.
69) Aber auch nicht weiter. Seine Angaben über den französischen Adel,1 >. 486. 501. sind sehr brauchbar, eben so seine Notizen über die Fol-gen des Concils zu Clermont und des Kreuzzugs überhaupt, 481.508. 5l8. 552 ff. Aber Gottfried und Boemund liege» schon außerseinem Gesichtskreis, von beiden bringt er fabelhafte Dinge bei, p.485. 488.
70) Er war persönlich mit ihm befreundet, p. 521. 535. 548. Danachscheint mir der oft besprochene Brief des Kaisers Alerius an Robertdurchaus beglaubigt, p. 474.
71) ?. 548. 553. 554. Von einem uns erhaltene» Originale (im 3tenBaud des d'Achcry schcn SpicilcgL «Nit. 2) ist oben Rede gewesen.