532 Zodiacallicht Zsega !
blau und hell, gutes Wetter erwarten. — Der Zobten, die Heimath uralter Sa- !gen und Märchen, ist ein Urgebirge. AuZ ihm hat man einen 7—8000 Cent»« ischweren Granitblock herausgearbeikct, der als Würfel, nach Blüchcr's Wunsch«,als Denkstein auf dein Grabe dieses Helden zu Kriblowitz ruhen soll.
Zodiacallicht, Thierkreis - Licht. Man gewahrt in unfern Breiten, bi-sondcrs um die Nachtgleichen, zur Zeit des Auf- oder Untergangs der Sonne, oft-mals ein von derselben ab, in der Richtung des Thicrkreises (daher der Name) fori- 1gehendes, spitz zulaufendes, schönes, weißliches Licht, welches große Ähnlichkeitmit dem Schimmer hat, den die Milchstraße verbreitet. Über die Natur dieser zu-erst von Cassini beobachteten Erscheinung hat unter den Astronomen ein langer, !noch nicht entschiedener Streit geherrscht. Mairan suchte mit vielen, zum Lheil !scharfsinnigen Gründen darzuchun, daß sie die entweder selbst leuchtende oder vom !Körper der Sonne erleuchtete Atmosphäre der letzter» sei. Diese Behauptung ward svon Laplace in s. „Mechanik des Himmels" angefochten. Man hat jedoch wahr- >nehmen wollen, daß die Stärke dieses Lichtes im Verhältnisse der Sonnenfl-ck« !zu - und abnehme, eine Erfahrung, die für Mairan's Änsicht zu sprechen scheint,indem die Sonnenflccke, nach Herschel's Meinung, dadurch entstehen, daß l!«selbstlcuchtcnde Sonnenatmosphäre einzelne Stellen des dunkeln Kerns entblöße.Regnier meint (v. Aach, „Monatl. Cvrresp.", 1302, Juli), das Zodiacallichtrühre von der Beugung des Sonnenlichts an der Oberfläche unserer Erde her. Bei sdieser Meinungsverschiedenheit ist bis jetzt nichts auSgemacht, als daß die Materie,von welcher uns das Thierkreis - Licht zugescndct wird, von außerordentlich feiiuBeschaffenheit sein muß, indem man die kleinsten Sterne mitten durch dieselbe er-kennt. Ausführlicher verbreitet sich über diese Erscheinung Littrow's „PopulamAstronomie". I). N.
Zodiacus (Thierkreis) heißt in der Astronomie derjenige Streifen inderscheinbaren Himmelskugel, innerhalb dessen sich jederzeit die Planeten befinden.Dieser Streifen liegt zu beiden Seiten der Sonnenbahn (Ekliptik, vgl. d.) undwird von 2 derselben parallel lausenden Kreisen begrenzt. Er enthält L2 Sternbii- ^der, die meist von Thieren hergenommen sind, daher sein Name. ^
Zoega (Georg), ein Dane, wareinerder größtenAlterlhumsfvrscheruv- ?!serer Zeit und dabei einer der edelsten und seltensten Männer. Seine Familie ! sstammt aus der Gegend von Verona. Er war d. 20. Der. 1755 zu Dahler - s(Pfarrdorf in der jütländ. Grafschaft Schackenborg) geb., wo sein Vater Vredi- «iger war. Er kam 1772 auf das Gymnasium in Altona und studirte seit 1773 in ! )Göttingen. 1776 machte er eine Reise durch die Schwei; nach Italien und hielt !sich den Winter in Leipzig auf. 1777 reiste er zu s. Altern zurück und lebte bis !1778 in einer ihm unbequemen, unthatigen Lage in Kopenhagen. Darauf über- !nahm ec eine HauseehrerstcUe in Kjerteminde und reiste 1779 mir seinem Zöglinge Inach Göttingen, und darauf wieder nach Italien. Zurückgekehrt nach Kopenha- Lgen, fand er in dem Geh.-Rath Guldberg einen Gönner, der ihm ein Reisestipen- fdium verschaffte, sodaß er 1782 seine dritte Reise nach Italien antreten konnte, kEr war schon auf dem Rückwege, als er in Paris von der in Kopenhagen eilige-tretenen Ministeria.'oeränderung Nachricht erhielt und wieder umkehrte, mit dem rEntschlüsse, in Rom s. Tage zuzubringen. Um die schöne Malerstochtcr, M- ^na Pietruccioli, heirathen zu können, ward er 1783 heimlich katholisch. )streitig hatte er durch Winckelmann die erste Anregung zu einem liefern Erforschen ßder Altersthumskunde erhalten, aber so ähnlich sich beide Männer in ihrem rast- slosen Streben, ihrem Schönheitssinn und ihrer Gelehrsamkeit wann, so ver- sschieden war ihre innere Geistesrichiung. In Winckelmann war mehr der po- 5pulaire und plastische Geist der Alten eingedrungen; er sah in den antiken Kunst- Awerken die freigewordene Form, das Mittel, wodurch das dichterische Gemülh sich xgleichsam veräußerlicht und Andern sichtbar erscheint. Z hingegen las in den Wer- i