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Theil 1, Bd. 1 (1830)
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Buch I. Einleitung.

Die Hörigkeit hatte im Allgemeinen drei Klassen, erstlichdie der Ministerialen im eminenteren Sinn, welche sich bald inden Stand der Ritter aufschwungcn, zum anderen die Litauen,Laten, auch tumilis genannt, wie sie in den Traditionen sieheNote 140. so häufig Vorkommen, endlich die sm-vi, man-eipia sorvilia. Die Altarhörigkeit kam hinzu, indem sowohlMancipien zu Ccrocensualen erhoben wurden "°), als auchFreie sich zu Wachszinsigcn machten "*). Die Knechtschafterlosch allmahlig, und war am Ende des 13. Jahrhundertsnicht mehr bekannt Das Liwncnwesen ist auch mitder Zeit erloschen, und es sind dingliche Zins- sowie die Meyer-Guts-Verhältnisse an die Stelle getreten.

Außer den alten Ministerialen, welche den Landcsadcl bilden,und den Stadtbürgern theilte sich die Corveyer Bevölkerung,der Bauernstand, in freie Landsaßen, was sie von Alters geblie-ben und Meyer, welche ihr Gut zwar erblich, aber dochvom Gutsherrn abgeleitet, besitzen, und ferner in Bauern ein,die ihr Gut zu Erbpachtlchn besitzen, zuletzt aber in solche, die nureine Bcleibzuchtung nach Leibzuchtrecht am Gute haben '

Besondere Gesetze sind über diese Verhältnisse nicht vorhanden;Verträge und Observanzen, sowie die Natur der Sache, geben

150) S. Urkunt von 11-16-1160 bei Kindlinger Münst. Beitr.Bd. 2. Urk. N. 28. S. 179. Hier in der Beilage 43. S. auchnoch Urkunde bei Wigand S. 230. Hier in der Beilage 41.

151) Daselbst R. 30. S. 189. Urkunde von 11501166. Hier in derBeilage 45.

152) Wigand S. 106.:Im Ganzen waren die Geistlichen gegenihre Hörigen überhaupt milde, besonders aber unser Stift,und da die Kirchenvögte hier nicht wie anderwärts die Unter- gebenen drücken konnten, der vorschreitcndcn Macht der Willst:aber zeitig Einhalt gethan wurdd, so verbesserte sich ihr Zu- stand immer mehr, und selbst die Knechte und Mancipiensanken nicht zur Leibeigenschaft herab, wie anderwärts, son-dern verschwanden gänzlich, und es ist am Ende des Jahr-hunderts nur noch von Litauen die Rede."

153) Wigand S. 82. 83.

154) Wigand im Archiv für Geschichte und Altcrthumskunde West-phalens. Heft 4. S, 65.