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Dritter Band (1830) Die vierzehn Briefe des heiligen Apostels Paulus
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418
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418 Der Brief Pauli an die Hebräer.. Kap. IX.

iy. Denn als von Mose je- Blut des Bundes, welches Gottdes Gebot gesetzmäßig dem gam euch geordnet hat.zen Volke kund gethan worden, 2,. Auch das Zelt und allenahm er das Blut von Stic- Gerathschaften des Gottesdlen-ren und Böcken mit Wasser ftes besprengte er gleichfalls mitund purpurrother Wolle und dem Blut.dem Usopstengel und besprengte 22. Und mit Blut wird ja fastdas Buch selbst und das ganze Alles gereinigt nach dem GesetzVolk, und ohne Blutvergießen giebt es

20. Und sprach: dieß ist das keinen Erlaß.

dem Volke Israel geschlossenen Bundes. Es fand aber hier eine bloße Sym-bolik statt, welche Symbolik in einer andern Form bei der Abscbließung yvi, IBündnissen im Alterthum überhaupt üblich war. Vergl. I Mvs. 15 , gff.Jlias « 460. u. a. !

19. VerS. Wie die Gesetze dem um den Sinai gelagerten Volke Jsrofi j

kund gethan worden seyen, lesen wir II Mvs. 19. bis 23. und die Feien !

lichtesten bei der Abschließung des Bündnisses sind H Mos. 24. erzählt, wo- .bei der Verfasser einige aus den gewöhnlichen Opfersttten des jüdischen VMentlehnte Umstände beigefügt hat, die im II Mos. 24. nicht erwähnt sind.So ist dort nur von geopferten Stieren die Rede, hier auch von Bocken: duApostel setzt aus den Opfergebräuchen voraus, außer den Brand- und Gch ^

Mahlsopfern, wozu Stiere genommen wurden, seyen auch Sündopfcr, wozu l

man Böcke wählte, geschlachtet worden, welches bei so feierlichen Opfer» schwahrscheinlich ist. Auch des Wassers ist dort nicht gedacht: aber wenn nie»Blut sprengen wollte, vermischte man es mit Wasser. Zum Sprengen brauchteman nicht die Hand sondern ein Büschel Asopen, ein bitteres Kraut, dasmit einen rothen wollenen Faden zusammen gebunden war. Nach II Mos.24, 6 besprengte man das Altar, folglich auch das darauf liegende Buch,worauf das Gesetz geschrieben war. Unter dem ganzen Volke sind wohlzunächst nur die Stamm- und Familien.Häupter und Aeltesten zu verstehen.

20. Vers. Diese Worte lesen wir II Mos. 24, 8. Durch daS Aul(durch dessen Vergießung der Bund geheiligt ward) wurde angedeutet, daß, ^wie das Blut des Opfers vergossen und überall hingesprcngt wurde, so solles auch mit dem Blute eines Jeden, der den Bund brechen wird, gehen.

21 . Vers. Da das Zelt erst später eingerichtet wurde, s. II Mos. Ichso konnte auch die Besprengung des Zeltes mit Blut erst später statt finden.Zwar wird dieses Besprengens nicht gedacht sondern nur bemerkt, daß nlleimit Oel gesalbt worden sey, st II Mos. 40, 1 15. III Mos. 8 , 1».24 30. ricklo vit. Mo». 3 . S. 675. Jos. Altertb. 3 , 8 . 6 .: aberso wie Mose II Mos. 40, 15 bei der Einweihung der Priester blos von ^Oel redet, die doch nach II Mos. 29, 20. 21- >H Mos. 8 , 24. 30. ge>wiß vorher am rechten Ohrläpplein, am Daumen der rechten Hand und a»der großen Zehe des rechten Fußes mit Blut beschmiert wurden, eben so komiikauch das Besprengen mit Blut, den, Salben mit Oel vorangegangen sehn.

22. Vers. Mit Blut wurden gereinigt die Priester, ihre Kleider, dikGeräthe des ZeltS, die Aussätzigen, Verunreinigten, die Sünde, Schuldu. s. w.: nur einiges wurde durch Feuer und Wasser gereinigt, z. B. HauS>und Küchengcräthe, die metallnen in Feuer, die andern in Wasser s. III Wos-

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