Der Brief Paul, an die Kolosser. Kap. II.
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mand wegen Speise oder wegenTrank, oder in Hinsicht einesFesttags oder eines Neumondsoder der Sabbate.
,7. Welche sind ein Schattendessen was kommen sollte, der1 Körper aber ist Christus.
, 8. Niemand bethöre euch, dersich gefällt in Demuth und An-betung, die er den Mittelgeisternerweiset, sich versteigend zu demwas er nicht gesehen hat und! vergebens sich blähet in seinemI fleischlichen Sinn:
^ 1 y. Und der sich nicht an das
; Haupt hält,-von welchem der
ganze Leib, durch Glieder undBanden verbunden und zusam-mengehalten, Wachsthum hat zumGedeihen in Gott.
20. Wenn ihr also mit Christodem Kindesunterrichte der Weltabgestorben seyd, warum lassetihr, als lebtet ihr in der Welt,euch Satzungen aufdringen?
21. Rühre nicht an, koste nicht,taste nicht an!
22. Welches Alles zum Ver-derben durch den Gebrauch istnach den Vorschriften und Leh-ren der Menschen.
16. Vers. Sinn: Niemand spreche das Verdammungsurtheil über euchanS, weil ihr keinen Unterschied in Speisen oder in Tagen machet. Vergl.darüber und über die Ausdrücke Nöm. 14, 3. Gal. 3, 13.
17. Vers. Der Gesichtspunkt, daß die Satzungen und Verehrungsan. .stalten der Juden nur Schattengestalten der Dinge seyen, von denen das
s Wahre das Christenthum enthält, ist auch l und II Cor. und Hebr. aus-^ gesprochen. Vgl. Anm. zu Hebr. 8, 2. 5.
18- Vers. Sinn: Es führe euch nicht irre, der dem Götzendienst er»
> geben ist, anbetet was er nicht kennt und deshalb stolz sich noch über andere
^ erbebt. — Der Apostel bezeichnet hier den Götzendiener nach seinem gewöhn-
^ lichen Treiben: wie er sich erniedriget vor Wesen, die ihm ganz unbekannt
> sind und ihnen göttliche Ehre erweiset, und wie er bei diesem seinem nichtigen
: Treiben sich noch besser dünkt als Andre. Die Worte
^ werden gewöhnlich übersetzt: Engeldienst: davon ist aber hier nicht die Rede,
^ sondern von dem Götzendienst, den Paulus mit Ausdrücken, welche aus der! damals herrschenden Zeitphilosophie entlehnt sind, (s. Eph. 1,21.) bezeichnet.
' 19- Vers. Vgl. Aehnliches Eph. 4, 15. 16.
20. Vers. Vgl. Aehnliches Gal. 4, 9. 10. Röm. 8, 15.s 21. Vers. Zu solchen Menschensatzungen, die für Unmündige zum Behuf" ihrer Erziehung gegeben sind, gehören z. B. die Vorschriften, die auf dieVerunreinigung sich beziehen. Der Apostel scheint Hiebei ebenfalls die An-
l Hänger jener Zeitphilosophie vor Augen zu haben, welche lehrten, daß manj sich, um mit den höheren Rangordnungen der Geister in Vereinigung zu ge-s langen, worin allein die vollkommene Beseligung des Menschen bestehe, vons der Dicnstbarkeit des Körpers losreißen müsse und die daher für die Unter-i .scheidung der Speisen, für die Enthaltung von der Ehe u. dergl. eiferten.
; S. Anm. zu I Tim. 4, 8.
! 22. Vers. Diese Reinigungsvorschrifien sind, wenn einer in Beobach-
i Mag derselben und nicht in Christo seine Rechtfertigung sucht, zum Verdcxben! durch den Gebrauch, den man aus dem angegebenen Grunde von ihnen macht.
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