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Der Brief Pauli an die Kolosser. Kap. N.
jedem Reichthum der Fülle desWissens, zur Kenntniß des Ge-heimnisses Gottes des Vaters undChristi,
3 . In welchem alle Schätzeder Weisheit und der Erkennt-niß verborgen sind.
4. Dieses aber sage ich, da-mit euch nicht Jemand täuschedurch Ueberredungskünste.
5. Denn wenn ich auch demFleische nach abwesend bin, sobin ich doch im Geiste bei euch,und freue mich sehend euren Be-stand und die Festigkeit euresGlaubens an Christum.
6 . Wie ihr Christum Jesumden Herrn angenommen habet,so wandelt in ihm,
7 . Eingewurzelt und gegrün-det in ihm, und standhaft imGlauben wie ihr unterrichtet seyd,zunehmend in demselben mitDanksagung.
8 . Sehet zu, daß euch nie-mand irre führe durch Weltweis-heit und leeren Trug nach derUeberlieferung der Menschen, nachden Anfangsgründen der Weltund nicht nach Christo:
y.Den in ihm wohnt die ganzeFülle der Gottheit leibhaftig;
2. Vers. Sinn: Daß ihr nicht durch Streitigkeiten entweihet seyd, son-dern durch Liebe einander zur Erlangung des ganzen Umfanges vollkommenerEinsicht und der Kenntniß der den Menschen bisher verborgenen Dinge er-muntert.
3. Vers. In Christo sind alle Schätze der Weisheit verborgen, insoferner als Darstellung des nicht erscheinenden Urseyns, mit dem er Alles gemein-schaftlich hat, (s. Joh. 5, 18 ) Alles in der Erscheinung darzustellen hat,also auch die Schätze der den Menschen bisher verborgenen göttlichen Weisheitund Erkenntniß, die von ihm in der Zeit ihnen geoffenbart sind. S. Anm.zu Joh. 1, 14.
4. Vers. „Durch Ueberredungskünste", d. h. durch verführerische Künstemenschlicher Beredsamkeit und Weisheit, wodurch man die Menschen von JesuChristo dem ewigen Urquell alles Wahren und Guten, abwendig zu machen suchte.
5. Vers. Vgl Aehnlichcs I Cor. 5, 4.
6. 7. Vers. Vgl. Kap. 1, 7. 11. 12.
S. Vers. Paulus warnt hier vor der damals herrschenden Zeitphilosophie,welche ihren Ursprung aus dem Orient ableitete und verschiedene Gottheitenund Mittelgeister zur Erklärung gewisser Naturbegebenheiten, überhaupt zumGeschäft der Weltregierung und zur Beantwortung andrer metaphysischen Fra-gen aufstellte. S. Anm. zu I Tim. 1 , 4. Ihr praktischer Theil beschäftigtesich mit den Vorschriften, nach denen man sich mit diesen Geistern ins Ein-«erständniß sehte, durch welches man übermenschliche Kenntnisse erlange, künf-tige Dinge weissagen und übernatürliche Werke verrichten könne. Der Apostelnennt sie leeren Trug nach der Ueberlieferung der Menschen, d. h. eine solcheLehre, die ohne innere Wahrheit den Menschen irre leitet, den Menschenallein ihren Ursprung verdankt. „Nach den Anfangsgründen der Welt", d. h.so beschaffen, wie sie den unmündigen Sinnenmenschen angemessen ist. S.Gal. 4 , 3 ff. „nicht nach Christo«, d. h. ein Lehrbegriff, ^der sich mitdem Christenthum nicht vereinigen läßt.
9- 10. Vers. Sinn: In Christo, als der Darstellung des nichts erschei-nenden Urjcyns, ist inwohnend die ganze Fülle der Gottheit, nicht blos durch
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