304 . Der Brief Pauli an die Kolosser. Kap. I.
gelernt habt, welcher ein treuerDiener Christi für euch ist,
8. Der uns auch eure Liebeim Geiste kund gethan hat.
y. Darum hören wir auch,seitdem wir es gehört haben, nichtauf für euch zu beten und bit-ten, daß ihr möget erfüllet wer-den mit der Erkenntniß seinesWillens in aller Weisheit undgeistigen Verständniß,
10. Daß ihr des Herrn wür-dig wandelt zu allem Wohlge-fallen an jedem guten Werkefruchtbar und zunehmend in derErkenntniß Gottes:
i i. Mit aller Kraft kräftiggemacht, gemäß der Macht sei-ner Herrlichkeit, zu jeder Geduldund Langmuth mit Freude:
12. Danksagend dem Vater
der uns fähig gemacht hat desAntheils am Erbe der Heiligenim Lichte;
13. Welcher uns errettet hataus der Gewalt der Finsternißund versetzt hat in das Reichdes Sohnes seiner Liebe:
14. In welchem wir habe»die Erlösung, durch sein Blut, dieVergebung der Sünden:
15. Welcher ist das EbenbildGottes des Unsichtbaren, derErstgeborne aller Schöpfung:
16. Denn durch ihn ist Alleserschaffen, was im Himmel undwas auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seyenes Thronen oder Herrschaftenoder Oberherrschaften oder Mäch.te: alles ist durch ihn und fürihn geschaffen.
7. Vers. Epaphras wird auch Kap. 4, 12. gerühmt, ist uns aber nichtnaher bekannt.
8- Vers. »eure Liebe im Geiste», d. h. die Liebe, welche durch dmheiligen Geist vermittelt wird, insofern sie vom wahren Glauben und dessenUrheber dem h. Geiste ausgeht, weshalb sie auch Röm. 15, 20. Liebe dliGeistes heißt. Dgl. I Cor. 13, 1 ff.
9. Vers. Aebnliches vgl. Eph. 1, 17. 18.
11. Vers. Dgl. Vbil. 4, 13. Röm. 5, 3.
12- Vers. Sinn: Ich bin Gott stets dankbar, daß er mich durch sein!Gnade zur Theilnahme an dem Reiche der Seligen berufen hat. »im Lichte«d. h. im Zustande der Erkenntniß der Wahrheit.
13- Vers. Die Finsterniß oder die Unwissenheit und der damit verbiDdene Götzendienst, Aberglaube und die Lasterhaftigkeit/ wird hier als cinkGewalt personificirt dargestellt, welche des Menschen sich bemächtigt. -Der Sohn seiner Liebe ist sein innigst geliebter Sohn. S. Anmerkung PMatth. 3, 17.
14. Vers. Vgl. Achnliches I Cor. 15, 5. Apgsch. 16, 23.
15. Vers. Christus heißt das Ebenbild des unsichtbaren Gottes aliDarstellung des nicht erscheinenden Urseyns, s. Röm. 8, 29., der Erstgebornealler Schöpfung, insofern er der Elfte oder das Vorbild alles erscheinendenphysischen und moralischen Seyns ist, dem Alles nachgebildet ist, rücksiclMnachgebildet werden muß. Vgl. Apok. 1, 17.
16. Vers. Sinn: Er ist also der Erstgeborne in Beziehung auf alleierscheinende Seyn, sowohl das Physische als moralische, das himmlische alt