20 Einleitung. 2) Ucbcr den Zwcck rc
§ 18 .
In Philipps, einer der Hauptstädte von Maccdom'en, predigte Pau-lus auf seiner zweiten Bekehrungsreise das Evangelium j/Apgsch.16., ließ dann die Gemeinde durch Lukas s. Apgsch. 16 — 20, Epa,phroditus s. Phil. 2, 25, vermuthlich auch durch Clemens s. Kar.
4, 3. und andre s Apgsch. 19, 21 ff. Phil 2, 20. befestigen undvergrößern und kam auch auf der Rückreise aus Griechenland wiederdahin. S. Apgsch. 20, 3 — 6. Sie schickten ihm, da er sich zu Roniin der Gefangenschaft befand, aus Dankbarkeit durch den Epaphro-ditus eine Beisteuer s. Phil. 4, 10 — 18. Der Uebcrbringer erkranktewahrend seines Aufenthals bei dem Apostel gefährlich s. Kap. 2,25 —30.und nach seiner Genesung schickte ihn Paulus mit unserm danksagen-den, ermahnenden und warnenden Schreiben an die Philipp erzurück, worin er ihnen Nachrichten über seine Lage in Rom, Ermah-nungen zur Standbaftigkeit und Einigkeit, Warnungen vor Jrrlchrernmittheilt, und unstreitig die Unterdrückung des stolzen Partcigcistcös. Kap. 2, 1 — 17. und die Erhaltung der Einigkeit in der von ihmund seinen Mitarbeitern beigebrachten Lehre s. Kap. 3, 17. 4, 0vorzüglich beabsichtigt.
Das Schicksal des in Rom gefangenen Apostels s. Kap. 1, 7.12 — 14. 20. 4, 22. war damals, als er diesen Brief schrieb, nochnicht entschieden, sollte sich aber bald entwickeln Kap. 2, 23. und erhatte gegründete Hoffnung bald wieder frei zu werden. S. Kap. 1,25 — 27. 2, 24. Es scheint demnach dieser Brief gegen das Endeseiner Gefangenschaft in Rom geschrieben zu sein, als Timothcus beiihm war s. Kap. 1, 1., so wie auch andre Freunde und Mitarbeiter.
5. Kap. 4, 22.
§ 19.
Das christliche Alterthum hat uns in der Sammlung der Brietedes Apostels Paulus auch einen Aufsatz aufbewahrt, welcher dieAufschrift hat: der Brief an die Hebräer, der aber sowohl inBeziehung auf seine äußere Form als auch in Beziehung auf die Dar-stellungsweise von den übrigen Briefen dieses Apostels sich unterschei-det. Die äußere Form weicht von der der übrigen Briefe darin ab,Laß ihm der Eingang fehlt, welchen die Griechen ihren Briefen vo>-anzuschicken pflegten und worin der Apostel außer seinem Namen, demGruß an die betreffende Gemeinde oder Person, und deren Namen,auch die Erhabenheit seines Berufes anzugeben pflegt. Ob er auöBescheidenheit ausgelassen ist, wie Panlänus meint a), oder aus Bc<svrgniß, die gegen den Verfasser eingenommenen Hebräer von dem Le-sen abzuschrecken, wie Clemens von Alerandrien glaubt, oder darumweil das Ganze mehr eine Abhandlung seyn soll, läßt sich nicht be-stimmen, und bleibt, da er sonst doch viel mit Briefen gemein hat,
Bei Euseb. K. G. 6, 14.1>) Bei Euseb. K. G. 6, 14.