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Dritter Band (1830) Die vierzehn Briefe des heiligen Apostels Paulus
Entstehung
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4 C i n l e i t u n g. 1) Lebcusgcschichte

Jkonium, Lystra und Derbe sich zwar immer zunächst an die Juden,bei deren Widerspruch aber an die Hciven wandten und aus Judenund Heiken gemischte Gemeinden stifteten. S. Apgsch. 13, 14. UeberAttalia kehrten sie zur See nach Antiochien zurück, statteten über denglücklichen Fortgang ihrer Unternehmungen Bericht ab, und wurdenvon der Gemeinde nach Jerusalem geschickt, um sich mit den dortigenAposteln und Acltcstcn wegen der von jüdisch-gesinnten Christen inAnregung gebrachten Frage über die Nothwendigkeit der Beobachtungdes mosaischen Ritualgesetzcs zu berathen. S. Äpgsch. 15, 1. —35.Hierauf unternahm Paulus, ohne Barnabas, seine zweite Bekch.runqsreise im Jahre 54 nach Chr. Geb. durch Eyrien, Cilicien, Ly-kaonicn, Phrpgien, Galatien, Maccdonicn und Achaia, wo er sichlängere Zeit aufhielt, besuchte dann das Pfingstfest zu Jerusalem undkehrte nach Antiochien zurück. Auf dieser Reise stiftete er in Galatien,zu Philippi, Thcssalonich, Athen, Korinth und in vielen andern Or.rcn christliche Gemeinden. S. Apgsch. 15, 36 — 18,22. Nachdemer sich einige Zeit in Antiochien aufgehalten hatte, machte er um dasJahr 57 nach Chr. Geb. eine dritte Missionsrcise durch Galatien undPhrpgien, um die dortigen Gemeinden im Glauben zu befestigen s.Apgsch. 18, 23 kam dann nach Epbcsus, wo er über zwei Jahreblieb s. Apgsch. 19., ging hierauf nach Maccdonicn und Achaja, undhielt sich zu Korinth drei Monate auf. S. Apgsch. 20, 1. 2. ImFrühling des Jahres 60 nach Chr. Geb. ging er von Philippi überTrvas und Milct, über Tvrus, Ptolemais und Cäsarca, nach Jeru-salem Apgsch. 20, 3 — 2l, 16., wo er sich aus Rücksicht für diejüdisch gesinnten Christen durch achttägiges Fasten und durch Darbrin-gung von Opfern mit einigen Nasiräern des Gelübdes derselben theil-haftig machte, und eine Vertheidigungsredc an das Volk hielt, aberdennoch dem Hasse der Juden erlag, gefangen wurde und selbst inLebensgefahr schwebte. S. Apgsch. 21, 17 — 22, 29 Er verthei-digte sich wegen der gegen ihn erhobenen Klagen vor dem Syuedrium,aber ohne Erfolg, uns eine gegen sein Leben angestiftete Verschwörungnöthigte den Befehlshaber der auf der Burg Antonia befindlichen rö-mischen Besatzung, der davon Kunde erhielt, den gefangenen Paulusunter dem Schutze einer starken Bedeckung nach Cäsarea zu dem Land-pfleger Felir zu schicken. Auch vor vielem und den vom Spnedriumaus Jerusalem gesendeten Anklägern vertheidigte er sich. ohne Erfolg,er blieb durch zwei Jahre gefangen zu Cäsarea, bis der neue Land-pfleger Festus daselbst ankam. Da er aber auch bei diesem kein Rechterhielt, und neuen Gefahren ausgesetzt werden sollte, so sah er sichgenöthigt den Kaiser anzurufen und wurde daher, nachdem er sich auchvor dem Könige Agrippa in einer Verlhcidigungsrede gegen falscheBeschuldigungen gcrechtfertigct hatte, als Gefangener nach Rom ein-geschifft. S. Apgsch 22, 30 - 26, 32. Diese Reise fiel in die Win-termouate und war daher bei der damals sehr unvollkommenen Schiff-fahrt für die ganze Reisegesellschaft sehr gefährlich. Nachdem sie vieleGefahren überstanden hatte, scheiterte das Schiff vor der Insel Mal-ta, wobei jedoch niemand ums Leben kam, sondern alle auf diese In-sel sich retteten. Dort brachten sie den übrigen Theil des Winters zuund fuhren dann auf einem alerandrinischen Schiffe nach Rom, woPaulus von Mitgliedern der christlichen Gemeinde sehr freundlich