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1 (1828) Erster Theil oder erste Epoche : mit einer Charte der Dekanate und Pfarreien
Entstehung
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Im Allgemeinen kann man annehmen, daß einige der altenPfarrkirchen in der Kölner Diöcese aus den Zeiten der Römer *),die meisten aus jenen der Merovingischcn und CarolingischcnKönige ***) unter den Franken sind.

Händen; wie groß der Taufstein ist; indem in frühem Zeiten dieEintauchung noch Vorschrift war.

*) Die Römer hatten hier ihre Tempel. Als das Heidenthumdem Christenthume weichen mußte, wurden diese in christliche Kirchenverwandelt. Daher mag es auch kommen, daß mehrere unserer Pfarr-kirchen dem h Michael geweiht sind. Denn den Sieg des Christen-thumS über das Heidenthum machte man sich gern unter dem Bilde desTriumphes des Erzengels Michael über den Drachen. Daher stellteman sein Bild an die Stelle der Dämonen. Man untersucheaber, ehe man zu voreilig schließt, ob die Kirchen, deren Alterman von den Römer» verleitet, auch die andern Kennzeichen des Alter-thums habe Man nehme Rücksicht auf die Sage der Angehörigen.Man sehe, ob in der Nahe Spuren der Römer sind rc. Zn Dormagentrifft dies alles so ziemlich ein-

*') Wenn man bedenkt, daß unter Chlodwig allenthalben neueKirchen gebaut wurden; daß dieser König und seine Zeitgenossen einegränzenlose 'Achtung für de» h. Martin ns hatten, so erklärt eS sich,wie dieser Heilige so vielen Kirchen am Rheine den Namen gegebenhat. Nach keinem ander» Heiligen sind in der Kölner Diöcese so vielebenannt. Viele derselben waren ehemals Hofkapellcn

Wenn wir den Sagen glauben wollen, ließ Karl der Großehier am Rheine auch viele Pfarrkirchen bauen. Aus den Zeiten derCarolinger ist auch wohl Manche von den vielen, dem h. Dionysius, dem

h. Amandus, dem h. Remigius geweihten Kirchen. -

Bcmerkenswcrth ist eg noch, daß so viele Kirchen am Rheine denh. Clemens zum Patron haben. Den h. Willibrord, der hier am Rheinepredigte, hatte der Pabst Clemens genannt. Da er Bischof war, istauch wohl manche Kirche von ihm eingewciht worden, und soll er dabeidie Ehre seines Namenspatrons nicht beachtet haben? Sollen die Neu-bekehrlcn oder ihre Nachkommen sich desselben nach seinem Tode nichtdankbar erinnert haben? Auch er gab Kirchen seinen Namen. Umaber in der Muthmaßung, die man aus dem Namen der heiligen Pa-trone für das Alter einer Kirche schöpft, nicht irre zu gehen, merkeman, daß Stifter, Klöster rc. auf ihren Gütern Kapellen hatten, dieLen Patronen ihrer eigenen Kirchen meistens geweiht waren. So