Druckschrift 
Theil 1, Bd. 2 (1830)
Entstehung
Seite
263
Einzelbild herunterladen
 

263

Beilage 89.

Beilage 89.

HcrbcderHobsvertrag von 158 7.

Nach dem tuschen Cordten v. Elverscld als Schultißen des H.of-seS tho Ilerlrede, so wider dem Junffern kloster tho kaufsiugen in,, Lande tho Hessen tho gehöret; Eins und Hoffes Richter und HoffeSLüden deßelbigen Hoffes andern theils von wegen des Vertrages/ sotuschen diessen partheyen am I4ten Oct. An. 1508 upgerichtet undsonst abermal streit ingcfalle». Der wegen Elvcrfeld ermelte HoffesLüde am kayscrlichen Cammergericht in erster Instanz mit recht thubespreken unterstanden welches im die Hoffes lüde als principal Sach-wcldern auch der Durchlauchtige und Hochgcbohrner Fürst unser gnä-dige Herr Hertzog tho Cleve als beyder Keilen Landes fürsten prointeresse gewerkt und verhindert, also das die Hoffesludc von seinerLadung absolviret und beide Theile darumb itzo für Hochgb. unsersgnädigen Herrn Rahde Vorbescheiden, so sind dieselben E: doch ihrerF. G. als des Hoffes und gerichts tho Ilerbede Landtfürsten, undan statt des Siiffts kaufsingen ihres Rechts vorbehalten und sonst updersclbiges gnädiges gefallen mit ihren beiderseits fürwetten und gu-dcn willen in der gute endlich verdragen und vcrabschcidet wie folget,

1. wegen der erffdcilung und besten röhr.

Erstlich wie Elvcrfeld da» gegeben, als sollen Hoffes Richterund geschwornc des Hoffes Itci-Lcde das beste Rohr, so an statt derErff Deylung einem Schultißen im berührtem vertrage tho gededingtnicht up recht werderet hebben und dcrshalben gefordert ihmc freytho latcn, daß er den werdirten pcnnig oder das röhr nehmen undbehalten möge, so ist verabscheidct, daß es bei angeregten vcrdragrdesfals gelaten werden soll.

2. von abgestorbenen H osfcsmann.

Thom twcden da ein Hoffesman bestade oder unbestadct stürbeund gcin perdt oder Koe, darop das beste röhr in dem verdragc ge-sät, na liete, ist vertragen. Das als dan der Schultheiß von desabgestorben vermögenden zwei Dahler und unvermögenden einen hal-ben Dahler mittclmcßige 1 Dahler für das Rohr empfangen undhebben soll.

3. Von Wesselungen.

Thom derben wann er Wcsselunge einiger Hobespersoncn gegenfremde op diesen Hoff begehrte oder sonsten tho doen für siele undin Aweiffel gezogen würde, off die beyde an dem andern von wegenoerer Personen auch habe und güter gleich wercn, und da die inglcichbefunden was für solcher ingleichheit dem Schultißen tho erlegenoder den beyden Puncten sollen als dann Hoffes Richter und geschworncbey ihren Eyden erbarlich und oprichtig alleinc ungehindert erkennen,