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Theil 1, Bd. 2 (1830)
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Beilage 70.

liche Nooth vor onS »erschienen, cn nach bor Noot mit unserm Wis-sen bey Jahrmahlen laeten verkoopen tho Stiffts- cn Haeues-Recht,und ob unser Schulten en Haeues-Luden ein offt mehr, sie hcttenunser Guden tho Gewin oder Rcchenschap in diesen Articulen enPuncten bruchhafftig gefonden wurde, das sie mit Recht vor uns inunser Statt Essen nit veramdt werden cn könten, so sollen sie vonStundt an des Dags all ihres Gewins, dat sie uns verlagt hctten,verlohren hcbben, und quit Wesen, und uns und unsere Hocuc, sonderihren Zorn und Ubelmode, wiederum verfallen, dartho ihre Bricuemit ihren Rechten, darin sie uns gelouen pflegen zu doen, wecrlosWesen, sonder Arglist in den besten Form.

Beschluß der Haeues Rechten.

Alle diese vorgemelte Articulen, Stucken und Puncten bekennenWir Elisabeth Abdißinne und Capitul vorgemelte, daß Wir die alsobesonnen, bedacht, und mit unsern guten getrcwen Freunden malkandc-ren überlegt haben, zu unsers Stiffts Ehren, Nützlichkeit, Besten thoHalden, nach Gelegenheit dieser Landen, Verdcrblichkcit unsers Stiffts,und unserer Underthanen, so tot grooten verderblichen Schaden ge-kommen sin, daromb Uns dat nooth gewest, als vor gemcldt, unddaß Wir uns dort verstricken ende verbinden mit unsern Hacues-Geschwornen unsere Stiffts Rechten offcnbahrcn en verklahrcn lassen,als unsere Bor-Eltern Abdißin und Capitul das ahn uns gebrachthebben, daß Wir noch niemandt von unsertwegen, dem unsre Guctcrbefohlen sind, nit mechtig sindt, dauon einige Rhenten offt Berfelletho verkoopen, oder vermindern, offt einig Winkop offt Licffdomdaruo to nehmen, und offt des wat were geschehen bey unseren Ty-den, oder von unsere Bor-Aldern, dat sin Wy schuldig vor Gott envor unsere Seele wegen, auch von Rechtswegen widerum thu bringen,tho sinen rechten Eruen en Gewohnten, zu unsers Stiffts Besten,und dieselbe vorgl. darumb offt ihre Rachkommelige handt getrcwenahn ihr Guth sowahr sie das hette zu verfolgen, daß widerumb zurechen denselben oder ihre Erben vorgl. darumb diese vorgl. Weinkaupoder Licffdom gewonnen hctten, und unsc Guter mit ihren Rhenten,Herrlichkeiten tot unsers Stiffts Besten widerumb bringen, wanteWy baußen Willen unsers heylichen Baders des Pabstcs nit en meck-tig sin nach der vorsch. Geistlichen Rechten einige Erb-Rhenken, Herr-lichkeiten unsers Stiffts tho vermindern, und auch unsere weltlicheLude deßglicken nit doen en mugen, dat geschehe dan mit Wissen undWillen des Allerhochwurdigsten Römisch. Königs diß willen Wirmercklich besinnen, und Uns mit unsern sambtlichen Ambt - Luden,Dienstmannen und getrcwen Frunden, und sonderlich mit unsermBagden, dat mit siner Liebden grundtlich bekallen, dat unser armeStifft-Lude schwarlichen mit unsere Baigt-Beede beschwürt sindt, datfit uns unsere Rhenten nit cn bcthalcn können, ende kleine Beschwä-