47
Beilage 17.
dat die Richter dat Gudt investe indingen vür sine» Linß, genge deiup dat Gudt, ane des Richters willen, de moste den Richter verbotendes Hoeves Vrevell as önne die Hoeverne deilen, darmede hefft dieKeyser nicht tho schaffen, den fall hei up den Gude nemen, dat daeringedingt ist, und up neinc anderen und off hei pende up einigen an-deren Guede, he moste it dem Kcyser verboten an der gemeinen Stadtder Dorpe, sint geschrcvcn steit: dey Knecht fall sich des Herren Gutnicht underwinnen, dat idt svn st), wante wcy kummers off Gerichtebedarff, id sy warumb idt sy aen und umb des Hoves Gued die fallidt tho dem fürderen die idt richtet umb die ungefoegde an die umbden thobrokenen Brede vur des Kcysers Stolle wante des KeyserSAmtman noch die Richter seiffefl hefft nichts rechts daranne, dan umbdes Hoeves gud, wante wat sie sich anders annempt, dat moeten sieden Kcyser verboten offt idt bei klagt dem idt geschiet, sint geschrevensteil: wci sich des Kcysers Recht annimbt den sall men dodcn wantehie sich einen Herren macckt ovcr den Kcyser. Dick sall men wetten,dat men neine Rechtere, nein dinck sall verbothen, da» deine Richterede dat richten sall sint geschreven steit! dey dat richten sall, dey hefftGewalt genade to dein.
Wy Bürgermcistcre und Naht der Stat Dortmundt boen kunbtbekennen und betuigen in und overmiis diesen openen besiegeltenBricve, dat vür uns kommen und erschenen iß, der Ersam PeterLindinckholt Hoevesrichter in der Tydt des Hoves tho Elmenhorstsambt etlichen Hocvesluden und Fronen desselven Hoffs heben uns er-soucht und slytig betten innen einen Schein und Orkunde tho gctugrnüß der Wahrheit mit tho deilen, off die vürgeschreven Hoff nichtst)e ein freye Richshoff und die Lude dacrinne gehorich auch freieRichslüde weheren, dweil wy dan denselven wie sunst idermenniglichcnals die Rede und rechten heischen sodane Kundtschafft tho getügnüßder Waerheit nicht weigern mugen tho ihren gudin Rechten; so be-kennen wy demnach wir Bürgemcistere und Radt vuirß, dat wir findenin unsern alden Registcren und Bucheren beschreven, dat dey Hoff thoElmenhorst ist ein frie Richshoff, und die Lude daerin hocrende sinsrie Richslüde, und hie in unser Stadt, toll vrie gleich unsern Bür-gern des sall hie tho unser Stadt bchoeff des Jacrs twemal dienenmit foeren, eins bei Graß und eins bey Stroe, und dat men derLude nicht forder, den dat van alders gewonlich sall beschweren oderbelestigen; und mögen voert heben, geneithen, und gebrauchen, alleFrieheit die andere Frielude heben und gebrucken; sonder Argclist.In tügnüß der Waerheit so heben wy unser Stadt secret Jnsiegelsei causas witlichen an deftn Brief doen hangen, gegeven Na ChristiGeburt unsers lieven Herren vyffthienhunderc sieven und vertig, amGudes Dage na voeem ffueunäitatis ist gewesen der achliendc Dagdes Maents May.