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Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
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den genannten Lavastroms zu untersuchen. Wir Hes-sen den Strom da aufgraben, wo drei bereits ver-dorrte junge Eichen aus demselben hervorragten,welche kaum einige Spuren von Verkohlung an sichtrugen. Man kam bald auf die Dammerde, aber auchhier fand sich nichts als Lavageröll und rother Sand,wie an der Stelle, wo wir zuerst hatten graben lassen.Die drei Bäume wurden mit gar geringer Mühe aus-gezogen , und wir bewahren sie mit Lavastücken undmit ihrem Sande in unserer Sammlung (i3).

Die Wacht machte unsern Untersuchungen einEnde, ein heftiger Regen erlaubte den folgenden Tagnicht sie fortzusetzen, und da wir uns nicht längerdort aufhalten konnten, wenn wir nicht unsere Pflich-ten als Lehrer in Neapel versäumen wollten, sosahen wir uns ungern genötliigt, diesen Gegenstandunerledigt zu verlassen, mit dem Vorsatze jedoch ineiner günstigem Jahrszeit den ganzen Lauf diesesStromes zu verfolgen, und seine wahre Beschaffen-heit genau und vollständig zu ermitteln.

Man muss indessen nicht glauben, dass dieseErscheinung ganz neu sey: diejenigen, welche denAusbruch des Jahres i65i beschrieben haben, berich-ten einstimmig, dass am ersten Tage desselben, undnoch vor dem Regen des zweiten Tages, Ströme glü-hender Asche, vermischt mit eben so heissen Schla-

1 3) Mir haben clem Freiherrn vonHumholdt Proben vondiesen, wie von mehrern andern vulkanischen Erzeug-nissen mitgctheilt.

A. d. V.