27
Natur auf anclerm Wege zu erforschen. Wir gingendaher den Strom enllang, auf der Seite, wo derHauch vom "Winde zusammengerollt am dichtesten war,spürten aber durchaus keinen Geruch mehr von Ilydro-chlorsäure , noch von schwcfeliger Säure, noch von Am-moniak, kaum empfand man den Geruch deshydrochlor-sauren Eisens und des liydrochlorsauren Rupfers, dersich von dem stärkern Geruch, welchen die verbranntenGinster und das Spartium, die die Lava in ihrem Laufantraf, dem Hauche mittheilten, deutlich unterschied.Wir hielten ferner, so gut wir vermogten, Lackmus-und Veilchen -Papier in den Rauch, der indessengar keine Wirkung darauf äusserte.
Der Rauch der Lava bestand also fast ausschliess-lich aus Wasser-Dämpfen, einem ganz geringen Tlieilevon Eisen - und Kupfersalzen und etwa einigen Sub-stanzen, die sich unserer Kenntniss entzogen.
Die Oberfläche des Stroms zeigte weder Subli-mazionen noch Efloreszenzcn, die Schollen welche demRauch (6) ausgesezt waren , zeigten keine Veränderungals in der Farbe, welche vom Braunen ins mehr oderweniger gesättigte Gelbe überging. Wir werden inder Folge sehen, dass die Sublimazionen und Eflor-cszenzen dann sich anzulegen pflegen, wenn die Tem-peratur des Stroms abzunehmen beginnt, und dass
6) ln der fliessenden Lava gab es keine wahren Rauchsäulen( fumojali, Fümerolen), sondern der liauch war unregel-mässig hin und wieder vertheilt, nicht in jene gewöhn-lichen Strahlen vereint, welche man unter dem Kamenvon Rauchsäulen begreift.
Ai d. V.