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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
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644
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«44 Lap.Xlll. Von Erzeugung

verlohren gegangen. Es ist wohl wahr,daß man das jenige, was darinnen stecket,durch viele Grade der Kleinigkeiten mußdurch paßiren lassen, ehe es die Gestalt ge-winnet, in welcher es in dem Saamen,Körnlein anzutreffen, und solchergestalt erstdurch unzehliche Veränderungen dieselbeGestalt und Grosse erreichen kan : alleindessen ungeachtet macht es der Einbil-dungs'Krafft viel zu schaffen , wie in demkleinen Aeugleinsso man zwischen denHertz-blättlein des Pfläntzlems im Saamen an-trifft,in unendlichen Graden der Kleinigkeitimmer ein kleineres in dem grösseren stecken ^sol, weil das jenige, was nur in tausendJahren aus einem einigen Saamen-Körn-lein entsprösset, eine unzehliche Menge aus-machet , geschweige denn wenn man garauf das jenige gehen sollte, was herauswachsen kan. Wil man aber die andereMeinung annehmen, so setzet es nicht weni-ger Schwierigkeit. Denn weil man keineUrsache sagen kan, warumb in eine jedePflantze bloß Pflantzlein von ihrer Art kom-men sollten und keine andere, auch die Er-fahrung bey dem Pfropften das Gegentheilzeiget, da z. E. Abricosen und Pfersichen zu- ^gleich aufeinemPflaum-Stamme wachsen; 'so mästen alle Arten der Pflantzleinaus einer Art kleinerer Pflantzlein werdenkönnen: welches der Natur der Dinge

nicht