Dinge«,
beben unter der Erde eine Materie vorhan-den seyn, die sich sehr schnelle von dem Mit-tel,Puncte der Erde weg bewegen will, aberan dem Erdboden Wiederstand findet undihn dannenhero in etwas ausspannek.Weilaber die Erde,so bald sie etwas gehoben wor-den, sich wieder zurücke giebet; so muß auchdie Krafft bald nachlassen. Jedoch da dieErschütterung ruckweise wiederkommet,wie bey dem Winde; so muß auch dieselbeKraft sich bald wieder erhohlen.Unter derEr-de treffen wir nichts an,was zu einer so gros-sen Krafft, als zu Erschütterung des Erdbo-dens im Erdbeben erfordert wird, aufgelegetwäre,als einenDampffder eine ausdehnen-de Kraft hat: denn hier ist eine wenige Ma-terie geschickt viel auszurichten,kan auch oh-ne einestarckeBewegung eines andernCör-pers,die beyBewegung fester Cörper nöthigtst, in eine Bemühung zu einer schnellen Be-wegung gesetzt werden, absonderlich wenner sich entzündet (§.1411. ll. ffxpei.).Derowegen haben wir nicht wohl nö-thig eine andere Ursache der Erdbeben alseinen solchen Dampffzu suchen. Es stim-met auch die Erfahrung mit überein: dennman hat beständig angcmercket, daß, wennin grossen Erdbeben das Erdreich gesprun-gen,durch die Ritz e ein grosser Dampff undFeuer-Flammen hervorgebrochen, auch öf-ters Steine mit hervorgeworffen werden.