543 Clap. IX. Von dem Wasser
wir zu weiterer Untersuchung ausgesetzetseyn lassen, als wie man die Schweere derCörper gegen die Erde anmmmet als eineSache, die vermöge der Erfahrung in derNatur stat findet, und andere Dinge dar-aus erkläret, die von ihr herrühren, auchwenn man gleich nicht eigentlich weiß, wiedie Natur die Cörper gegen dieErde schweremachet. Unterdessen da die Historie derEbbe und Fluth noch nicht so vollständig ist,als man sie nöthig hätte, wenn man allesgenau untersuchen wollte; so wäre nichtundienlich, wenn man sowohl dieselbe durchdie Erfahrung zuergäntzen suchte, als auch laus derNewronrschenThcorie durch Lehr- -Sätze ausmachte,was in verschiedenen Fal-len erfolgen müsse. Denn so könnte mandesto besser sehen, was man zu observirmhatte und wie weit die Erfahrung mit derTheorie zusammen stimmet.
§. Ausser der Haupt-Ursache derder Ebbe Ebbe und Fluth kan es auch Neben-Ursa-undFluthchen geben, welche die Würckung derselbenin einigen Stücken'ändern. Dieselbensind entweder beständig,oder veränderlich.Die beständigen kommen von dem Unter-scheide des Landes her, was hin und wieder 'zwischen der See lieget, wodurch der Lauffdes Wassers öffters gehindert, oderauchseine Richtung nach einer gewissen Gegendgeandertwird. Eines von den nmckwür-