Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
49
Einzelbild herunterladen
 

und der Natur der Lörpee. 49

Hier.). Da in der Natur zwey ähnlicheTheile nicht seyn können (§. 487. Her.);so ist es wohl wahr, daß der erste Fall derVersetzung in der Natur nicht stat findet:allein da wir gleichwohl nicht allzeit auf einevöllige Achnllchkeit sehen, auch wegen derdunckelen Begriffe, die wir von einigenDingen haben (§. 199 Her.), unterschie-dene Dinge für ähnlich ansehen können;so findet er wenig dem Ansehen nach stat.Wenn man die Materie überhaupt betrach-tet, in so weit noch kein Unterscheid da-rinnen anzutreffen: so kan man auch eine»Theil wegnehmen und einen andern wie-der davor hinsetzen. Der Theil,der hinzu-gesetzet wird, kommet entweder in dieStelle dessen, der weggenommen ward, 0-der in eine andere. Wenn ein ähnlicherTheil in die Stelle dessen gesetzet wrrd, derrman weggenommen, so geschiehet dadurchkeine Aenderung (§. i z. Hsr.), sondern derCörper bleibet wie vorhin. Hingegenwenn ein unterschiedener Theil in die Stel-le dessen gefttzet wird, den man weggenom-men, oder auch ein ähnlicher, oder unähn-licher Theil in einen andern Ort angesetzetwird und die Stelle, wo etwas weggenom-men worden, bleibet, leer: so wird dadurchdie Figur des Cörvers geändert (§.54.Her.). Wir dörffen nicht meinen, alswenn diese Gründe ohne Nutzen wären.

D Denn