152
Bischof
dafs die Wägungsversuche von Biot und Aragoalles Zutrauen verdienen, und dafs man sie wenig- t
stens allen Angaben anderer Chemiker vorzuziehenhabe, welche blos die Resultate ihrer Versuche,ohne Beschreibung ihres Verfahrens, darlegen. Je-nen Versuchen kommt noch ganz besonders zu stat-ten, dafs gemäfs des neufranzösischen Maafs und fGewichtssystems dieses auf jenes gegründet ist. Da-durch ist nämlich eine mögliche Quelle von Irrthü-mern, die bei solchen feinen Versuchen so leichtstatt finden können, ganz vermieden. Denn wenndas Maafs- und Gewichtssystem unabhängig von ei-nander sind, wie dies bei dem altfranzösischen, sowie bei dem deutschen und englischen der Fall ist: ,
so kommt es zunächst darauf an, das Volumen deszu wägenden Gases nach Kubikzollen auszu-mitteln. Diese Ausmittelung durch Gewichtsbestim-mung des den Raum des Ballons ausfüllenden rei-nenWassers — setzt das Gewicht eines Kubikzollesreinen Wassers als bekannt, und dieses wiederumein Gefäfs oder einen massiven Körper (z. B. einen lf
Würfel) voraus, dessen körperlicher Inhalt genau.
1 Kubikzoll ist, um entweder durch Füllung jenes -Gefäfses mit Wasser und durch Abwägen, oderdurch Abwägen dieses Würfels unter Wasser diesesGewicht kennen zu lernen. Die genaue Verfer-tigung eines solchen Gefäfses oder Würfels ist abermit grofsen Schwierigkeiten verbunden, die selbst t
die geschicktesten Mechaniker kaum überwindenkönnen *).
*) Man’vergleiche hiemit die Bemerkung des Hrn.Körner’s.
A. a, 0. S. u. ff. B.
i