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54.
Die Zukunft des Christenthums.
Joh. 10, 16.
Welche Lastn, Gstr! entweihtenEinst des HeidenthumeS Zeiten!
Finster hoben sie ihr Haupt;
Und dem Erdenkreise hattenAlten Wahnes dichte Schatten,
Gott, Dein Himmelslicht geraubt.
Die Erde, Herr, ist Dein;
Soll S ewig finster sein?
Jehova spricht:
ES werde Licht!
Und ihre Finsterniß ist Licht.
Gottes Wahrheit leucht' und glänzeBis zu der Erde fernster GrenzeUnd vom Auf- zum Niedergang!
Alle Völker müsse« kommen,
Ihn zu ehren mit den Frommen!
Jedes opfre Lob und Dank.
Der Vater und der SohnSei jeder NationHerr und König!
Bis Erd' und SeeUnd Tief' und Höh'
Allein ein Tempel Gottes ist.
Ä)enn ich die merkwürdigen Schicksale der christlichen Religionbetrachte, dieser wunderbaren Anstalt Gottes für die Beseligungund Erhebung des menschlichen Geschlechts auf Erden — sokann ich mich unmöglich der Frage erwehren: Was wird nochin künftigen Jahrhunderten und Jahrtausenden ihr Schicksalsein? Ist es möglich, daß sie wieder durch Barbarei verfälscht,oder durch Unglauben der Völker ganz vernichtet werde? Ichzittere vor diesem Gedanken!
Obgleich heutiges Tages die Bekenner Jesu in allen Welt-theilen leben, macht doch ihre Anzahl nur einen geringen Theilvon der Gesammtheit des vorhandenen menschlichen Geschlechtsaus. Man berechnet, daß ungefähr achthundert bis neunhundertMillionen Menschen gegenwärtig auf Erden leben. Darunter