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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Unsichtbaren und Göttlichen lebt, er hingegen im ewigen Wider-spruch mit den Forderungen seiner geistigen Natur lebt.

Daher ist Gleichgültigkeit gegen die Religionzugleich ein Frevel an unserm wahrhaften Glück.Das Thier, ohne Geist und ohne Forderungen desselben, lebtglücklich, wenn es allen Genuß und alle Bequemlichkeiten ge-funden hat, die ihm das Irdische gewähren kann. Der Mensch,wenn er alles Irdische hat, ist darum noch nicht zufrieden. Hater Tonnen Goldes: er hört nicht auf, nach Andern: zu streben.Hat er Ehre, Gewalt, Ruhm, Freunde, alles Wohlleben, waser sich sonst wünschte, er will mehr. Was ihm bleibt, macht ihmLangeweile; was ihm verloren geht, verursacht seine Wehklage.Er ist nie zufrieden, folglich nicht glücklich durch alles Irdische,was er empfängt; er will mehr, er will ein anderes Glück. DaSist dunkler Naturtrieb, der zu dem Höchsten hinauf deutet, wasnicht im Wechsel des Erdenlebens liegt. Dies Höchste, Gemein-schaft mit Gott, Zuversicht einer ewigen Dauer, eines glückseli-gen Zustandes jenseits der Todesstunde, ein frohes Gewissen,eine Seelengröße, welche von den Dingen dieser Welt unabhängigmacht, ein Muth, der den Geist furchtlos gegen alle Schicksalemacht, wird nur durch die Religion verliehen. Nur ein wahrhaftreligiöser Mensch ist ein wahrhaft weiser, ein erhabener, einglückseliger Mensch, der Nichts zu fürchten, Alles zu hoffenhat, weil er ewig mit Gott buru, Jesum, nicht für das Augen-blickliche, wie das Thier, sondern für das Ewige da ist.

Wer nicht für mich ist, der ist wider mich! sprachstDu, göttlicher Menschenfreund, mein Heiland, mein Selig-macher; und die Wahrheit Deines Ausspruches leuchtet mirtief ins Herz. Wer nicht für Dich ist, der ist wider sich selberfeindselig; denn Du hast nichts Anderes, als unsere Vollendungund Seligkeit gewollt. Nein, ich werde nie gegen Deine Lehregleichgültig werden. Könnte ich auch wohl gegen meine eigeneGlückseligkeit, gegen meine eigene Würde gleichgültig sein? Undmögen Thoren und Unverständige spotten, weil sie das Besserenicht ahnen: Dein bleibe ich, mein Heiland, so !> ng: ich athmeund denke; Dir lebe ich, Dir sterbe ich. Amen.