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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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51.

Gleichgültigkeit in Religionssachen.

Matth. t2, 30.

Bewahrt das Wort des Herrn, und seidJm Glauben nicht voll Lauigkeit.

Was Gotr entflammt, das ifl dein Ruhm, "

Das ifl dein einz'gcS Hciligthum,

All' Anderes ifl Staub!

Zagt nicht, wenn Jesu MahrheitSlichtAuch nicht durch alle Nebel bricht,

Und Thoren kühn das Heil'ge schmäh'».

Die Lehre Jesu wird besieh'»!

Sie flammt aus Gott.

Die Sonne Gottes, sie erhelltNicht gleich auf einmal alle Welt;

ES wandeln Viele schon im Licht,

Doch Andre gch'n, und ahncn'S nicht,

Und steh'» in Nacht.

-<)ei Personen, welche überhaupt noch zu keiner festen Ueber-zeugung gelangt sind, sondern welche das, was sie wissen, eigent-lich nur erlernt und von Andern angenommen haben, geschiehtes häufig, daß sie Dinge eben so leicht wieder als Irrthum ver-werfen, die sie vorher als Wahrheit geehrt hatten. Es kommtbei ihnen weniger auf die Sache selber an, als vielmehr auf dasAnsehen derer, denen sie, als Einstchtvollern, folgen zu müssenglauben. Bei dergleichen Menschen entscheiden oft geringfügigeKleinigkeiten über ihr ganzes Inneres. Sind sie mit ehemaligenFreunden entzweit, deren Grundsätze sie sonst liebten, so ver-lassen sie mit den gewesenen Freunden auch deren Grundsätze,aus Haß oder Verachtung der Personen. Sind sie hochmüthigund eitel, wollen sie gern für mehr gelten, als sie sind: soNehmen sie Ton, Lebensart und Meinungen derer an, welche siefür vornehmer und angesehener halten, und denen sie ähnlichsein möchten. Leider gibt es solcher Leute viel, die ohne alleSclbstständigkcit sind, sich in ihren Urtheilen, wie in Kleidern,immer nach der herrschenden Mode richten; nur denken, glaubenund meinen, weil Andere so denken, glauben und meinen; und im