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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
504
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Die Religion Jesu keine Staatsdienerin.

Psalm ivi/ 8.

Erfreu- / wer da herrschet/ sich/

Gott/ Deiner allezeit!

Sein Auge sehe stets auf Dich/

Sei Herz sei Dir geweiht!

Er fürdre willig Deinen Ruhm,

Und denke gern daran;

Die Welt/ Gott / sei Dein Eigenthum/

Und er Dein Unterthan.

Er Haffe den GewissenszwangUnd KeistcSsklaverei/

Und sordre nicht durch Straf' und ZwangDer Bürger Heuchelei.

Er höhne nicht das hcil'ge Licht/

DaS Jesus uns gebracht/

Und mache Derne Kirche nichtZum Schemel seiner Macht.

Äas irdische, bürgerliche, äußere Leben und Streben desmenschlichen Geschlechts ist ein ganz anderes, als das innere,geistige Leben des einzelnen Menschen und der gesammtenMenschheit. Jenes will nur die Gemächlichkeit des sinnlichenDaseins, begehrt nur Sicherheit oder Vermehrung des Rechts,sich zu erhalten, sich fortzupflanzen, Mittel des Daseins zu gc-winren; dieses hingegen strebt nach dem auf, was seinergeistigen Natur angemessen ist, nach Erkenntniß, nach Wahr-heit, nach dem Ewig-Guten, und macht auf das Irdische keinenAnspruch, als daß in demselben nichts den Gesetzen des Innern,dem Gerechten, Wahren, Guten, widerspreche. So verschiedennun auch das innere Geistesleben von dem äußern, bürgerlichenLeben ist, gehen doch die wichtigsten Ereignisse und Veränderungenin diesem aus jenem erst hervor. Wie der Geist des Menschenden Leib bewegt und leitet, so der Geist eines ganzen Vo.kcsden Staat.