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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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48.

Die Religionskriege.

IN. s, 35.

Kann ich, was Deine Blicke sch'n,

Kurzsichtig, wie ich bin, versteh'»?

Ist, was für einen AugenblickAls Elend mir erscheint, als Glück,

Denn wirklich Elend oder Glück?

Kaum seh' ich eine Spanne weit;

Du, Gort, durchschaust die Ewigkeit,

Und ordnest, ehe wir cS sah'n,

Auf ewiger VollenduugSbahnDas Hciligthum der Kinder an.

Ich zittre zwar, denn ich bin schwach:

Der nächste Schmerz erpreßt mein Ach!

Doch will vertrauensvoll ich gch'n,

Wie Du mich führst durch Lust und Weh'»,

Und liebend, glaubend nach Dir sch'n.

Äls die Völker, ihrer religiösen Ueberzeugung wegen, auselnrander getreten waren, und jede Hoffnung zur Wiederherstellungallgemeiner kirchlicher Eintracht verschwuerdcn war, benutztenFürsten und Könige damaliger Zeit diese gegenseitige Erbit-terung zu Zwecken, welche mit Glaubensdingen eigentlich garkeine Verwandtschaft hatten. Die Staatsklugheit der Einen be«fürchtete, daß sie von ihrer bisherigen Macht verlieren würden;die der Andern hoffte, der Augenblick sei erschienen, da größeresAnsehen zu gewinnen sei. Die Einen freuten sich über die Un-ruhen, Aufruhre und Zerrüttungen im Reiche des Andern; dieEinen begünstigten, was die Andern verfolgten. Die Zwietrachtder protestantischen Fürsten ward schadenfroh von den der karho-lichcn Kirche treu gebliebenen Herrschern beobachtet. Um soleichter hoffre man dieselben zu überwältigen. Jene dagegenvermehrten ihren Reichthum mit den weitläufigen Besitzthümer«der in ihren Landen gelegenen Klöster, welche sie einzogen. Esward viel darum gehadert, ob Güter der Geistlichkeit durchweltliche Gewalt ihren eigentlichen Bestimmungen entrissenwerden könnten. Es gingen kaiserliche Befehle aus, daß der-

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