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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Zu den ewigen Kennzeichen des wahren Christenthums ge-'hört endlich auch die vollkommene Uebereinstimmungdesselben mit Allem, was Gott angeordnet hat.Zwischen den Lehren Jesu Christi und den Gesetzen der Gott-heit in der Natur ist kein Widerspruch, sondern eine bewunderns-würdige Harmonie. Denn Gotteswort ist aus Gott: wie könntein Gott selber Widerspruch mit sich vorhanden sein? Alles,was Jesus lehrte, führt uns zu Gott, die verirrten Kinderzurück zum Vater, die unnatürlich gewordenen Menschen zurVereinigung und Versöhnung mit der Natur. Alles löset sichdurch Jesu Wort in Eintracht auf.

Der Mensch ist bloß dadurch Mensch, und über die gemeinenThiere erhaben, daß er von Gott mit Vernunft begabt ist. Nurvermöge der Vernunft erkennt der Mensch das Weltall, dasDasein und die unendliche Größe Gottes, und die beseligendeHerrlichkeit der Lehre Jesu Christi. Ein vernunfiloses Thier hatvon dem Allen keine Ahnung. Hätte der Mensch keine Vernunft;wäre er dem Thiere gleich: wie sollte er des Christenthumsfähig sein? Wäre aber das Christenthum im Widerspruch mit derVernunft: wie sollte man die Wahrheit der Religion erkennen?Würde da nicht der allweisc Gott selbst einen Widerspruch zwischendem gesetzt haben, was er allen Menschen, als höher« Wesen,verliehen hat, und dem, was er durch Jesum Christum denMenschen geoffenbart hat? Wenn auch die menschliche Ver-nunft nicht fähig ist, Alles und das Höchste zu durchschauen undzu begreifen dazu müßten wir mehr noch als Menschensein, wenn wir auch die Schranken der Vernunft häufigempfinden, und auch da glauben müssen, wo wir nicht selbstsehen können: so ist darum das Christenthum noch nicht imStreit mit der Vernunft. Alles Vernunftwidrige gehört dahernicht zum wahren Christenthum. Wie können Unvernunft undgöttliche Weisheit beisammen stehen, oder eins sein? Es kann imGeisterreich Vieles erhaben sein über menschliches Wissen; unserWissen hienieden ist Stückwerk ; es würde vielmehr unvernünftigsein, Alles hinwegzuläugnen, was nicht vor unserer Einsichtaufgethan liegt; darum wandeln wir in vielen Dingen nur im