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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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zeug und die Stütze des Glaubens. Immer wirkt das Aeußeremächtig auf unser Inneres, erwärmt, stärkt und hebt es empor;regt das Einschlummernde an, erneut das Vergessene. Darumband auch selbst Christus Jesus das Uebcrsinnliche an das Sinn-liche. Den Gedanken an Heiligung des Gemüths und Reinigungdesselben durch seine Lehre von allen Sünden knüpfte er andie sinnliche Waschung in der Taufe. Die Erneuerung seinesAndenkens und seiner Liebe, und wie er der Menschheit willenseinen Leib uns sein Blut dahin gegeben, knüpfte er an denGenuß des Brodes und des Weines im Abendmahl. So hatJesus selbst, durch Einsetzung der Taufe und des Abendmahls,den Anfang einer Kirche auf Erden gemacht, und dem Geisteseiner Offenbarung und Lehre einen heiligen Körper gegeben.Wie die Seele sich ausspricht durch Haltung und Geberde desLeibes, und dieser Alles erst durch die Seele ist, so ist die Kircheder Spiegel des Glaubens.

Aber wie das Aeußere auf den Geist zurückwirkt, wie leiblicheZucht, Ehrbarkeit und Ordnung das Gemüth geneigt macht,zu lieben, was edel, schön und klar ist, so wirkt die Kirche zurückauf das glaubende Gemüth. Sie bewahrt Ordnung, Einfalt,Gleichförmigkeit, auf daß keins dem andern Störung bringt;daß die Menge sich nicht verwirre, sondern Alles durch einandererbaut werde. Wie der Aeltern Geist die Kinder mit Hilfeder Zunge lehret, so pflanzt sich der Glaube auf Kinder undKindeskinder mit Hilfe der Kirche fort. Darum ist die Kirchenothwendig, eine heilige Stiftung, zum Glauben unentbehrlich.Wohl ist der Leib eines Menschen vorn andern verschieden; dereine groß und wohlgestaltet, der andere klein und gebrechlich,der eine stark, der andere schwach; doch so vielgestalrig der Leibsein mag, er ist immer vorhanden, so lange ein Mensch nochMensch ist. Eben so war und wird immerdar die Kirche sein,obgleich sie bei verschiedenen Menschen und Zeitaltern verschiedengeordnet war und sein wird.

Wenn aber der Mensch zum Thier niedersinkt, vergißt erseine unsterbliche Seele, und lebt" nur um des Leibes willen:achtet diesen über Alles hoch, sorgt, wie er ihn pflege und