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Nun aber blieb Jesus noch immer das Gespräch Jerusalems,obgleich er nicht mehr auf Erden wandelte. Die Zahl seinerFreunde mehrte sich mit jedem Tage. Seine Schüler verkündetenganz ohne Furcht, er sei der Messias. Aber sie machten keinenAufstand. Sie lehrten Demuth und Liebe. Sie schadeten Nie-manden; sondern sie zeichneten sich vielmehr durch Wohlthatenund wunderbare Gaben und Kräfte aus. Jeder Tag gab neuenAnlaß, von ihren Thaten zu reden.
Am auffallendsten war die Heilung eines Menschen, dervom ganzen Jerusalem gekannt war. Von erster Kindheit anlahm, lag er gewöhnlich vor der sogenannten schönen Pfortedes Tempels, und bettelte Almosen von denen, die hinein-gingen. Als Petrus und Johannes eines Tages ebenfalls denTempel besuchten, lag der Lahme da, und sprach sie um eineGabe an. Petrus erwiederter Silber und Gold habe ich nicht,waS ich aber habe, das gebe ich dir. Im Namen Jesu Christivon Nazarcth stehe auf und wandle! Bei diesen Worten ergriffder Apostel die Hand des Lahmen, richtete ihn auf, und derLahme fühlte sich stark und fest in allen Gliedern. Er, der sichbisher hatte hin und her tragen lassen, ging jauchzend mit ihnenin den Tempel, und lobte Gott. Das Volk sah ihn mit Ver-wunderung und Entsetzen, und strömte ihm nach, da er hinausin die salomonische Vorhalle ging, um den Aposteln zu danken,die sich daselbst befanden.
Petrus lehnte jedes Lob von sich ab. Was wir gethan >haben, sprach er zum Volk, ist nicht durch unsere Macht gethan,und folglich auch nicht unser Verdienst, sondern durch denGlauben an Jesum, welchen der Gott unserer Vater verklärthat, welchen ihr und euere Obersten getödtet habet aus Un-wissenheit. Und nun benutzte er die Gelegenheit, den Versam-melten die messianische Würde Jesu und den heiligen Zweckseiner Sendung darzuthun.
Der Hauptmann des Tempels, die Saddvcäer, die Priester,alle ehemaligen Gegner wurden voller Erbitterung, und ver,hafteten beide Apostel. Sie glaubten, es muffe mit Gewalt undErnst eingeschritten und die neue Lehre unterdrückt werten, ehe