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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Vielleicht wäre sein Hintritt vor das versammelte Volk vongrößerer Wirkung gewesen. Indem dieses den Todtgeglaubtenwieder unter den Lebendigen sah, würde es vielleicht anbetendhingesunken sein, oder wieder gerufen haben: Hosianna, demSohn Davids! Es würde nun glaubensvoller, daß er derwahre verheißene Messias und König von Israel sei, vielleichtwieder wie ehemals die Waffen haben ergreifen, ihn zum Königausrufen wollen ; sich vielleicht mit rächerischer Pöbelwuth imAufruhr wider seine Verfolger und Mörder aufgemacht und ihrBlut vergossen haben. Was konnte Jesus anders von einem«ankelmüthigen, wilden, nur an Weltliches denkenden Volkerwarten? Wer hätte die stürmischen Auftritte nicht vorausfürchten müssen? Das aber war eS nicht, was Jesus begehrte.

Nicht von dieser Welt war sein Reich. Das Gottesreich solltenicht mit Waffen in der Faust, sondern durch Ueberzeugung,Liebe, Heiligkeit und Duldermuth gegründet werden. Dazu warweniger der Glaube an seine äußere Persönlichkeit, als ansein Wort und seine Lehre nöthig, und daß er es sei, denGott gesandt habe, die sündige Welt von ihren Irrthümern zuerlösen, auszusöhnen mit Gott und allem Göttlichen und sie zubeseligen.

Und weil nur dieses der Wille Jesu war, erschien er nurseinen Freunden und Geliebten. Ihnen wollte er die Erfüllungder Verheißungen zeigen; ihnen Trost bringen; ihren Muthund Glauben stärken, weil sie nun bald seine Werkzeuge zurVerbreitung des Evangeliums werden mußten.

Schnell hatte sich das Gerücht von der Auferstehung Jesuunter den Jüngern des Herrn verbreitet, und daß er vonden Weibern lebendig gesehen worden sei, welche sich zuerstseinem Grabe genähert hatten. ES war Maria Magdalena, undJohar/.ia, und Maria Jakobi, und manche Andere, die diesden Freunden meldeten. Petrus selbst und Johannes hatten dasleere Grabbehältniß gesehen, in welches der Leichnam des amKreuz Gestorbenen beigesetzt worden war. Aber die Worte derWeiber däuchten sie Alle, als wären es Mährlein, und sieglaubten ihnen nicht. (Luk. 24, 11.)

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